Sherlock Holmes aka Guy Ritchies Baller Baller

So, gestern doch angeschaut. War schon spät. Ich hätte nicht gedacht, dass in einer 23h-Vorstellung so viele Kiddies sitzen. Und dass die alle sich mit so viel Popcorn und Cola (diese Unsitte der Kinofresserei!!!) vollpacken, dass sie erst während der Trailerschau zu ihren Sitzen finden. Geil. Ich sehe Trailer gern. Durch die blöden Typen gestern habe ich zwei verpasst, weil ich mir Rücken angucken musste und Menschen, die in merkwürdigen Verrenkungen ihre Jacken, Mützen, Schals und was nicht noch alles ausziehen müssen. Hrmpf.

Was soll ich von diesem Film halten? Ich hatte erstens gedacht, er sei lustiger. Zweitens: spannender. Drittens: interessant. Er war eigentlich weder noch, nur so richtig böse kann man ihm auch nicht sein.

An Spiellaune hat es den Darstellern nicht gefehlt, wohl aber an einem guten Drehbuch mit ein paar Klasse-Zeilen. Das hätte gut werden können. Stattdessen verfolgen wir die (wirklich blöde) Geschichte um Lord Blackwood (Mark Strong, der unglaublich aussieht wie Andy Garcia!), der augenscheinlich von den Toten auferstanden ist, um von Great Britain aus  die Welt zu erobern. James Bond lässt grüßen. Dieser ganze Schmonsens um die schwarze Magie war tödlich. Tödlich langweilig und irgendwie so rasch hintereinander abgespult. Was ich schön fand, war Holmes brillante Kombinationsgabe. Das waren echt gute Szenen. Allerdings bei der unvermeindlichen Auflösung (bei der der Schurke natürlich so lange überleben muss, bis er die ganze Geschichte von Holmes‘ Zusammenfassung und Erklärung bestätigen kann –  gääääähn) wirkte das sehr überzogen und hat die Suche und somit die ganzen Filmminuten vorher ad absurdum geführt. Auf einmal wusste Holmes schon um das Geheimnis der Auferstehung. Ahjaaa, warum dann das alles? Warum das alles? Eine Frage, die ich mir beim Betrachten das ein oder andere Mal gestellt habe. Schlechtes Zeichen für einen Film (noch schlechtere für das Drehbuch). Warum muss Holmes in Fight Club Manier um sich kloppen? Warum musste sich da überhaupt so viel die Fresse poliert werden? Das sind Briten, Mann!!! Was hatte die Frau da zu suchen (ich mag Rachel McAdams, aber was sollte das?). Langweilige schmusige Verwicklungen a la „Jetzt muss ich erstmal die Madame retten“ sind so ausgelutscht und geben der Holmes-Figur nicht wirklich Profil. Viel hatte ich vorab gehört über die Beziehung Holmes/ Watson im Film. Die Chemie Robert Downey – Jude Law stimmt. Aber irgendwie fehlte auch da etwas. Was? Esprit! Verve! Wie man es auch nennen möchte.

Fazit: Geschichte mau, Darsteller: gut. Zu viel BallerBummBumm plus dünne Story macht einfach einen unausgeglichenen Film.

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