Igitt, das klebt – Valentinstag

Liebe kann schmalzig sein. Klaro. Das kann dennoch schön sein oder aber zuckrig-klebrig. Im neuen Film von „Pretty Woman“-Regisseur Garry Marshall ist es leider letzteres. Sein All-Star-Cast hangelt sich so schwunglos durch seine Liebesnöte, dass es den Zuschauer jenseits des Teeniealters in den Schlaf drückt. Die Frauen sind naturgemäß (ALSO, BITTE!!!) neurotisch (Wehe, der Freund denkt nicht an diesen Tag, als Single drehen sie sowieso durch) und die Männer gezwungenermaßen romantisch. Das kann nicht gut gehen. Jedes Pärchen und seine Episode schippert durch die Irrungen und Wirrungen dieses Feiertages der Liebe:

Der Blumenverkäufer Reed (Ashton Kutcher) macht seiner Liebsten einen Antrag, nur um festzustellen, dass er vielleicht bei seiner besten Freundin Julia (Jennifer Garner) besser aufgehoben ist.

Das realisiert diese auch, nachdem sie die Untreue ihres Freundes (Patrick Dempsey) bemerkt. In Julia ist allerdings auch Charlie verliebt, ihr Schüler aus der Grundschulklasse.

Julias Freundin Kara (Jessica Biel) hat kein Date an diesem Tag und ist dementsprechend frustriert. Glücklicherweise trifft sie auf einen männlichen Valentinstagverweigerer,den  Reporter Kelvin (Jamie Foxx).

Charlies Mutter (Julia Roberts) trifft im Flugzeug auf dem Weg zu ihrem Sohn den smarten Holden (Bradley Cooper). Der wiederum ist unterwegs ist zu seinem Schatz, dem Football-Star Sean Jackson (Eric Dane).

Währenddessen erleidet die langjährige Ehe von  Charlies Großeltern (Shirley MacLaine und Hector Elizondo) eine Krise.

Und dann sind da noch Liz (Anne Hathaway) und Jason (Topher Grace), die sich frisch ineinander verliebt haben. Die Beziehung hat aber einen schwierigen Start, weil Liz Jason eine pikante Nebentätigkeit verschweigt.

Das alles ist ganz hübsch anzusehen, plätschert aber so dahin. Alles ist lieb und plüschig und verweigert sich jedem Tiefgang. Dann noch eine ordentliche Portion Zuckerguß (man sieht nur noch rosa…) und schwülstige Liebesschwüre und am Ende ist alles gut. Alles Gähn! Es hätte ein guter Kitschfilm werden können, wie etwa „Tatsächlich Liebe“, aber hier geht jeder Schwung in rosarotem Schleim baden. Mit 125 Minuten ist das definitiv zuviel verlangt und leider keinerlei Kurzweil für Verliebte. Die liegen sich selig schlafend in den Armen.

http://www.youtube.com/watch?v=_3XLTUNoJGc

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