60 Jahre ARD- Die Sendung zur Feier. Ist Florian Silbereisen ein Roboter?

Au Weia. Beckmann. Den kann ich eigentlich nur als seine Parodie bei Switch ertragen. Hier ging es allerdings noch, als sich die ARD gestern selbst feierte. Auf der Couch: Günther Jauch und Thomas Gottschalk. RTL und ZDF. Hmmm, na  gut, die haben bei der ARD angefangen, damals als es nur zwei Sender gab…

Nachdem RTL sich schon einen Wolf gefeiert hat mit seinem unsäglichen Oli Geißen, konnte das hier eigentlich nur besser werden. Wurde es auch. In weiten Teilen. Es ist das Erste Deutsche Fernsehen, es war recht gemächlich. Gottschalk und Jauch zusammen haben eine gute Dynamik. Die Einspieler sind natürlich bei so etwas das Schönste. Das nostalgische Reflektieren, was in den vergangenen Dekaden alles geschah hat etwas Melancholisch-Angenehmes. Jauch gibt uns dann den Stuntman. In Anlehnung an seine Sendung „Reisespiele“ (kannte ich gar nicht) hing er sich für über eine Minute an die Kufen eines Helikopters. Respekt. Die Spielchen in der Tradition großer Unterhaltungsshows waren mal mehr, mal weniger lustig. Gruselig beim Wetterspielchen mit den Tagesschausprechern (Jens Riewa macht einfach alles, immer und überall, so hat man das Gefühl), als die Moderatoren bar jeder Überraschung mit Wasser besprenkelt wurde (Kreisch, Lach). Lustiger wurde es beim Tele-Tennis mit Jauch/ Gottschalk gegen Boris Becker. Mit Urlauten musste man wie anno tobak die Balken auf und ab bewegen um den Ball zurückzuspielen. Spaßig. Zumal wir das Spiel zu Hause auf dem wunderbar senffarbenen Atari auch hatten. Dut.Dut.Dut. Die Geräusche waren auch nicht besser. : -)

Es menschelt so schön bei der ARD. Barbara Schöneberger kokettiert mit ihrem üppigen Babybauch und bekommt einen Strampler geschenkt mit dem schön passendem Aufdruck: das erste. Achja. Das ist doch nett, sind wir ehrlich.

Die Tatort-Kommissarinnen Maria Furtwängler und Simone Thomalla (Himmel, ist die unsympathisch!!!!!) fuhren in einem Simulator die hinsimulierten Autos auf einer fingierten Irrfahrt zu Bruch. Das war ganz ok. Dann der Auftritt von Kurt Krömer. Lach. Lach. Der ist jut. Weil er da war wurde dann kurz ein Einspieler zu den beliebtesten Komödianten eingespielt, bevor der Supergau des Abends eintraf: Florian Silbereisen. Nichts gegen seine Show – es gibt Leute, die mögen das, vielleicht macht er seine Sache da auch gut, keine Ahnung. Aber ich habe noch niemanden gesehen, der so stocksteif und persönlichkeitsbefreit da saß wie Mr. Silveriron. Beckmann preschte vor und wollte Krömer und Silbereisen in dessen Show vereinen. Gekonnter Konter von Krömer: „Ich hab‘ immer viel zu tun.“

Dann singt Silbereisen noch ganz furchtbar schlecht Playback zu einem Rudi-Carell-Hit-Medley. Das war kein schöner Ausklang.

Teil zwei folgt am Samstagabend. Vielleicht hat es Beckmann dann besser raus Gäste und Einspieler zu verbinden. Das wirkte manchmal so reingequetscht und dann letztlich verloren.

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