The Social Network

Ist Mark Zuckerberg ein Autist? Nach Betrachtung von David Finchers Film „The Social Network“ drängt sich dieser Verdacht auf. Zumindest für den Movie-Zuckerberg. Jesse Eisenberg, der dem Original wirklich sehr ähnlich sieht, spielt den Facebook-Gründer als sozial gestörten, introvertierten Mega-Nerd. Arrogant, besserwisserisch, genial, unsympathisch, traurig, gierig, einsam, so sehen wir den jüngsten Milliardär der Welt. Mal kotzt mich die Art Zuckerbergs einfach an, mal tut er mir leid. Ist er ein Arschloch oder „strengt er sich nur sehr an wie eines zu wirken“, wie im Film gefragt wird? Steckt man nicht drinne. Ein Film über die Entstehung eines sozialen Netzwerks – kann das spannend sein? Und wie. Aus einer ebenso simplen wie klugen Idee wird DAS Ding. Der Megaklopper bei dem sich die Leute in Superlativen gerne überschlagen. Die Entstehung in der Edeldenkschmiede Harvard hat mir einiges abverlangt. Wenn ich diese Verbindungen und zukünftigen, aber noch pickligen, Global-Player sehe, wie sie in unvergleichlicher Arroganz sich als die Helden ihrer Zunft aufspielen, da wird mir ganz schlecht. Diese fancy New Economy-Typen, die zu aufgestylt in zu angesagten Clubs zu hochfliegende Pläne schmieden. Mir laufen da Schauer über den Rücken. In dieser Gesellschaft sehen wir den schluffigen Aldiletten-Schluffer Zuckerberg und seinen besten (einzigen?) Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) Facebook gründen und damit unfassbar schnell durchstarten. Doch war die Idee vielleicht geklaut? Von den Kommillitonen, den Zwillingen Winkelvoss, die den bis dato als brillanten Hacker bekannten Zuckerberg um Unterstützung bei der Erstellung eines Harvard-Netzwerkes gebeten hatten? Sie verklagen den jungen Computer-Freak jedenfalls. Wie es auch dessen ehemaliger Freund Eduardo tut. Dieser wurde im Zuge der immens raschen Entwicklung immer mehr an den Rand gedrängt und mit Erscheinen von Sean Parker, dem ehemaligen „Napster“-Gründer (gut in seiner Widerlichkeit: Justin Timberlake), kommt das große Business ins Rollen und die Kommunikationsrevolution wird ein Wirtschaftswunderkind.

Ein guter Film, der auf dem unautorisierten Buch „The Accidental Billionaires“ des Journalisten Ben Mezrich basiert. Unglaublich, wie groß Facebook mittlerweile ist. Unvorstellbar was da noch kommen wird.  Im Film sagt eine Nutzerin in der Startphase des Netzwerkes „Das macht derbe süchtig!“ Für mich stimmt das, ich nutze es gern. Der Film zeigt wie die Idee Zuckerbergs angenommen wurde und wird, zum Selbstläufer geriet und nun mehrere Milliarden Dollar Wert ist. Interessant, spannend, sehenswert.

http://www.youtube.com/watch?v=lB95KLmpLR4

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