The full Cumberbatch (Naja, nicht ganz…)

Bendedict Cumberbatch. Was für ein Name. Nach eigener Aussage klingt er ein bisschen wie a fart in the bath„. Man kann aber schöne Variationen daraus bilden.  Bendy Dick cum on my baps finde ich vorzüglich, ebenso wie Bandersnatch Cummerbund.

Nachdem es mir die Sherlock-Reihe immens angetan hat (ich bin richtig „sherlocked“), habe ich mir angeschaut, was der gute Jung‘ noch so geleistet hat. Ganz schön viel. Vor allem Fernseharbeit.  Gut, dass Wetter die letzten Wochen so schlecht war…:-)

Arbeiten wir uns mal chronologisch durch  – Achtung Spoiler! – :

Hawking (TV 2004)

Ein wirklich guter Film über den berühmten Physiker Stephen Hawking, der Nervenkrankheit ASL leidet. Hier treffen wir auf den jungen Studenten Hawking, der an seiner Theorie zur Kontiunität des Universums arbeitet und nach einem Lähmungsanfall seiner Beine die schlimme Diagnose erhält. Es ist beeindruckend, nachzuvollziehen, wie sehr Hawking unter Strom stand und vielleicht auch immer noch steht. Ein brillanter Geist, der zunehmend mit dem Versagen seiner körperlichen Hülle konfrontiert wird. Toll gespielt.

4/5

To the ends of the earth (TV 2005)

Ein dreiteiliges Drama nach der Trilogie von William Golding. Von dem kannte ich bisher nur das Buch „Herr der Fliegen“. Wie „Hawking“ auch ein BBC-Film. Da wird man ganz neidisch, wenn man sieht, was TV-Filme sein können und was sie in Deutschland ganz selten sind. To the end…erzählt vom jungen Aristokraten Edmund (Talbot) der an Bord eines Schiffes von England nach Australien reist und über mehrere Monate auf See zum Mann wird, der vom Leben lernt, was Liebe, Freundschaft und Verantwortung bedeuten.

4/5

Amazing Grace

yet to be seen

Stuart: A life backwards (TV 2007)

Der hat mich deprimiert. Was für ein Leben. und dann beruht das auch noch auf Tatsachen. Der Autor Alexander Masters schreibt eine Biographie über den  Obdachlosen Stuart Shorter (Tom Hardy). Aber nicht chronologisch, sondern rückwärts. Vom auf der Straße lebenden, stehlenden, Drogen konsumierenden erwachsenen Stuart bis zurück in dessen Kindheit. Einfach niederschmetternd, wie ein Leben schon äußerst schwierig anfängt und danach eine dauernde Abwärtsspirale ist. Zudem leidet Stuart noch an einer Muskelerkrankung (fazioskapulohumerale Muskeldystrophie). In diesem Film fährt natürlich Tom Hardy die Trümpfe nach Hause. Eine beeindruckende Leistung. Nach und nach offenbahrt sich das Leiden von Stuart Shorter ( Wie viel so ein Mensch verträgt…) und ich konnte nicht anders, mich hat das zum Weinen gebracht.

4/5

Atonement (Kino 2007)

Das ist der erste Film, den ich je mit Cumberbatch gesehen habe und ich fand ihn darin creepy! Wirklich sehr eklig. Eigentlich geht es in Abbitte (so der deutsche Titel) um Briony Tallis (Saoirse Ronan, sprich: Sirscha), die den Bedienstetensohn Robby (James McAvoy) fälschlicherweise der Vergewaltigung an ihrer Cousine anklagt und so das Liebesglück zwischen ihm und ihrer Schwester Cecilia (Keira Knightley) zerstört. Der wahre Übeltäter ist aber der Freund des Bruders, der Schokoladenfabrikant Paul Marshall (Cumberbatch). Ein echter Szenendieb ist er. Allein sein Gesicht (= hungriges Raubtier), wenn er Lola (die Cousine von Cecilia und Briony) zum ersten Mal sieht und ihr einen Schokoladenriegel schenkt ist so gruselig, da läuft es einem kalt den Rücken runter. Dazu noch die Worte „Bite it. You have to bite it.“ Da wird mir schon beim schreiben ganz schlecht. Ein guter Film. Auch traurig.

4/5

The last enemy (TV 2008)

Wieder mal ein BBC-Mehrteiler. Diesmal ganz 5 an der Zahl. The last enemy  spielt in der nahen Zukunft und handelt von Stephen Ezard, einem Mathematiker, der aus China zurück nach London kommt, um seinen Bruder zu beerdigen. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse. In der Wohnung seines Bruders trifft er auf eine todkranke Immigrantin und auf Yazim, die Witwe seines Bruders, von deren Existenz er nichts wusste. Dann verschwindet sie spurlos. Ezard wird von seiner Ex-Freundin für die Entwicklung des Projektes T.I.A (Total Information Awareness) angeworben. Ein Angebot, das er nur annimmt, um Yazim zu finden. Bald gerät er in einen Strudel aus Geheimnissen in diesem modernen Überwachungsstaat. Seine Nachforschungen führen die Strippenzieher im Hintergrund auf die Fährte derer, die Ezward beschützen möchte. Hier krankt das Drehbuch an der ein oder anderen Stelle. Ezward wird als außerordentlich intelligent beschrieben. Er arbeitet für T.I.A und weiß somit, wie Menschen überwacht werden. Dennoch kommt er nichtauf die Idee, das man ihm auch folgen könnte. Und später, als er auf der Flucht ist, was macht er? Nutz den öffentlichen Nahverkehr, wo wirklich jeder weiß, dass dort Kameras hängen…Nunja. Dennoch ist der Film beklemmend, da diese Vision gar nicht so weit weg ist von der heutigen Situation (Stichwort: biometrische Ausweise). Ezards Freiheit wird zunehmend beschnitten. Der Film endet fatalistisch.

3,5/5

Marple: Murder is easy (2009)

Man stelle sich vor: Ein englisches Dörfchen mit der typischen Besetzung: Pfarrer, Arzt, ein Lord, ein Polizist, Landladys. Soweit so Pilcher. Dann kommt es zum Mord. Auf der Beerdigung eine fremde alte Lady. Die Dorfgemeinschaft hat nichts besseres zu tun, als dieser fremden Frau alles zu erzählen, was nur geht. Chatterbox-Village.  Richtig doof, wie diese Miss Marple-Variante hier daherkommt. Kein bisschen Klasse und Charme von Agatha Christie mehr darin. Die niedliche kuhäugige Miss Marple (Julia McKenzie) ist auch überhaupt nicht pfiffig, sondern nur trutschig. Die Story haut einen auch nicht um und die klassische Auflösungsvariante, in der alle zusammenkommen, um den Mörder auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen, ringt mir nur noch ein müdes Lächeln ab. Belanglos. Allerding gibt es ein Wiedersehen mit bekannten britischen Fernseh- und Filmgesichtern. Mit Jeremy Kemp aus „Vier Hochzeiten und ein Todesfall ( „Bernard „Sinjeon oder Saint John oder Sir John Delaney„), mit Shirley Henderson. dem Harry-Potter-Geist Moaning Myrtle (hat die eine Stimme, eine Maus auf Helium ist nichts dagegen!) oder mit Russel Tovey,  Henry Knight  aus „Hounds of Baskerville“ in der zweiten Sherlock-Staffel.

2/5

Creation (Kino 2009)

yet to be seen

Small Island (TV 2009)

Dieser BBC-Zweiteiler beschäftigt sich mit einem für mich weitgehend unbekannten Aspekt des Zweiten Weltkrieges: Mit der Rolle der Jamaikaner während des Krieges. Als britische Kolonie wurde Jamaika als Marinestützpunkt genutzt. Die jamaikanischen Soldaten Michael (Ashley Waters) und Gilbert (Davis Oyelowo) erhoffen sich von ihrem Dienst für die Krone ein Leben im prosperierenden, fortschrittlichen England. Zu den beiden kommt noch die ehrgeizige Lehrerin Hortense (Naomie Harris) , die mit Michael aufgewachsen ist und ihn heiraten möchte. Der egoistische Michael lässt sie aber allein auf Jamaika zurück, so dass sich Hortense Gilbert erwählt, sie nach England zu bringen, auch wenn sie ihn nicht liebt. Sie bringt ihn dazu sie zu heiraten. In England treffen alle drei auf Queenie (Ruth Wilson) und Bernard (Cumberbatch) . Queenie heiratete den bodenständigen Bernard nur, um nicht auf die Farm der Eltern zurückkehren zu müssen. Sie sehnt sich nach der großen weiten Welt, die Bernard ihr nicht bieten kann. Während Bernard im Krieg ist, trifft Queenie auf Michael und betrügt ihren Mann mit ihm. Doch der egoistische Michael verlässt auch sie. Dann nimmt sie Gilbert und Hortense als Untermieter auf. Queenie ist von Michael schwanger. Dennoch wird Bernard nach ihrer Rückkehr bei ihr bleiben. Ein interessanter Blick auf ein Stück unbekannte Geschichte.

4/5

Third Star (Kino 2010)

James (Cumberbatch) stirbt. An Krebs. Ohne Morphium sind seine Schmerzen kaum auszuhalten. Ein letztes Mal möchte er mit seinen besten Freunden Davy, Miles und Bill den Platz besuchen, der ihm am liebsten ist: Barafundle Bay. Die vier Freunde machen sich auf zu einer letzten gemeinsamen Tour und werden sich im Laufe ihrer Reise klar, an welchem Punkt ihres Lebens sie stehen, welche Chancen sie vermisst haben, welche ihnen noch offenstehen. Sie lernen das Leben neu (einzu)schätzen. James‘ Ziel ist es, in den Fluten des Meeres unterzugehen und so seinem Leben ein Ende zu setzen. Und nicht der Krankheit nachgeben zu müssen. Ein Film, der nachdenklich macht und sehr berührt. Auch wenn das Thema nicht neu ist.

4/5

Wreckers (Kino 2010)

Mein Lieblingsfilm mit ihm. Sehr verstörend. Uneindeutig. Viel Platz zum nachdenken. Dawn (Clare Foy) und David (Cumberbatch) sind gerade frisch verheiratet in Davids Heimatort gezogen. Sie renovieren ein altes Haus, sie wünschen sich ein Kind. Beide sind Lehrer und leben das Leben der gehobenen Mittelschicht. Da taucht Davids jüngerer Bruder Nick (Shaun Evans) auf. Sein Besuch bringt die Beziehung des Paares durcheinander. Es wird immer deutlicher, wie wenig Dawn ihren Ehemann kennt. Die Beziehung der beiden Brüder ist für den Betrachter nicht leicht zu durchschauen. Sie ist sehr innig. Zu innig. Nick wirft Dawn an einer Stelle an den Kopf: „He fucks you, but he loves me!“ Da liegen inzestuöse Vermutungen nahe. Die Kindheit der beiden liegt im Dunkeln. Der Tod der Mutter, die Gewalttätigkeit des Vaters…Die Beziehung des Paares basiert auf Lügen und auch die Zukunft wird auf Lügen aufgebaut (Dawn bekommt das Kind eines anderen, David ist zeugungsunfähig). Ein subtiler, vielschichtiger Film, der nachwirkt. Toll.

5/5

Van Gogh: Painted with words (TV 2010)

Eine BBC-Produktion, die das Leben Vincent van Goghs nachzeichnet. Dabei ist jedes gesprochene Wort von van Gogh so gebraucht worden in seinen Briefen. Was mich wirklich gestört hat ist, dass ich immer nur Cumberbatch mit einem fiesen falschen Bart gesehen habe und nicht van Gogh. Das hat Kirk Douglas damals besser geschafft. Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Dokumention, was vor allem daran liegt, dass es Vincents Originalworte sind, die man hört. Was für eine getriebene Kreatur van Gogh war…

3/5

Tinker Tailor Soldier Spy (Kino 2011)

Viel gelobt, viel gepriesen. Und dann noch ein All-Star-Cast (Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt, Kathy Burk, Toby Jones, Mark Strong und und und…). Britains Finest. Da ist das Interesse natürlich hoch. Auch wenn ich nicht so der Fan von Agentengeschichten bin. Mit großer Vorfreude habe ich mir den Film angeschaut und wurde schnell ausgebremst. Dieses Tempo. Das bin ich nicht gewöhnt. So laaaaaaaaangsam. Und die Geschichte ist so verknotet. Allerdings toll ist die 70er-Jahre-Optik! Es geht um den britischen Geheimdienst, den „Circus“ und um einen Maulwurf innerhalb des Systems. Wer kann wem trauen? Habe ich mich erschreckt zu sehen, wie alt Gary Oldman (Ich liebe ihn!) hier aussieht. Er spielt George Smiley, der mithilfe von Guillam (Cumberbatch) der Verschwörung auf die Spur kommt. Natürlich gibt es noch viele mehr zur Handlung zu sagen, sie ist sehr komplex und man muss am Ball bleiben, immerhin geht der Streifen über zwei Stunden.  Mir war das Ganze dann zu verwirrend und zu langatmig.

3/5

Sherlock

Jaaaa, Jipiiie, Juchuuu. Sherlock ist so toll. Der Stoff von Arthur Conan Doyle wurde mal ordentlich entlüftet. Dabei aber so liebevoll erhalten und in unsere Zeit gebracht, dass es eine Freude ist zu zusehen. Und dazu ist die Serie auch noch witzig und hat tolle visuelle Einfälle. Das Ermittlerduo Sherlock (Cumberbatch) und Watson (Martin Freeman) hat sich gesucht und gefunden. Tolle Dynamik zwischen den Beiden! Sherlock Holmes, der „hochfunktionale Soziopath“ und der ehemalige Armeearzt John Watson jagen die Schurken des Empire. Es bedarf nur weniger Sekunden und Blicke, dann hat Sherlocks unfassbare Beobachtungs- und Kombinationsgabe Tatorte und Menschen analysiert. Das ist jedes Mal ein Vergnügen. Und wieviel Textmasse Cumberbatch dann immer runterrasseln muss. Respekt. Martin Freemann (den ich in „Tatsächlich Liebe“ schon so drollig fand als Porno-Lichtdouble) ist ein schöner Gegenpart, der Holmes immer wieder erdet und ihm immer wieder gesellschaftliche Spielregeln erklärt. Wunderbar ist auch Mark Gatiss als Mycroft, Sherlocks Bruder und quasi der britische Geheimdienst in Person. Die Beziehung der beiden ist merkwürdig und sorgt für Spannungen und Lacher. Mycroft beschützt seinen Bruder aus dem Hintergrund. Überhaupt die Nebenfiguren. Da zeigt sich die Qualität der Reihe: ob Inspektor Lestrade oder Seargant Donovan, Landlady Mrs. Hudson oder Molly aus dem Labor, die ihn Sherlock verschossen ist. Alle toll. Natürlich geht nichts über die großen Gegenspieler Irene Adler und Moriarty. Vor allem Letzter ist so ein herrlicher Psychopath, wie ich ihn noch nie im TV gesehen habe. Ein Hoch auf Andrew Scott! Klasse. Wie furchtbar, dass wir noch ein Jahr auf eine dritte Staffel warten müssen.

5/5

Ausblick

Star Trek

Ochnöö, warum macht der denn jetzt sowas? Wahrscheinlich weil’s Spaß macht. Star Trek. Hrmpf. Nunja. Der wievielte ist es denn jetzt eigentlich so insgesamt? Nö, dit interessiert mich nicht.

The Hobbit

Der kann schon eher meine Aufmerksamkeit bekommen. Was heißt „kann“? Er wird. Schade, dass man Mr. Cumberbatch hier nicht wirklich sehen wird, sondern nur hören. Aber diese Bariton-Stimme, die irgendwie zu alt für ihn klingt, ist der Wahnsinn (ich kann seine Hörbücher nur empfehlen, ein Genuss!). Cumberbatch wird hier zum Drachen Smaug.

Ich liebe diesen Trailer. Vor allem wenn Gandalf die ganzen Zwergennamen aufzählt. 🙂 Martin Freeman als Bilbo Baggins ist eine Besetzung die redensartlich passt wie „Arsch auf Eimer“! Ende des Jahres wissen wir mehr.

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