Extraschicht 2012: OBDINDUI

Ich mag die Extraschicht. Ich mag es, wenn das gesamte Ruhrgebiet auf Achse ist und sich gegenseitig besucht. Ich mag es, immer noch unbekannte Orte zu entdecken. Ich mag, wie diese Orte in dieser besonderen Nacht bespielt werden.

Wir treffen uns in Essen und stöbern das Programmheft durch. Puuh, das ist immer so viel. Entscheidungsschwierigkeiten. Da wir nicht nochmal denselben Fehler wie im letzten Jahr begehen wollen (siehehier), bleiben wir diesmal einer Ecke des Ruhrgebietes treu.

OB

Wir starten in Oberhausen an/ in der Niehburg. Kannte ich vorher nicht. Wir fahren nach OB und am Hauptbahnhof rennen wir herum wie die kopflosen Hühner. Welcher Bus? Wo fährt die ES 2? Warum kommt der nicht? Die 2 war ein sehr nachgefragter Bus, der aber einfach ständig auf sich warten lies. Das hat schon genervt!

Auf unserer ersten Station machen wir einen Rundgang durch die Niehburg und betrachten die „Kunst“. Irgendwo spielt eine Band unfassbar laut. Uh yeah. Auf großformatigen Fotos geht es um die verschiedenen Elemente. Ein Element ist, wie wir lernen, auch Religion. Aha. Ein Raum ist schrecklich pink. Die Künstlerin bietet jede Menge Krimskrams in knallpink an und ist selbst von Kopf bis Fuß in diese Farbe getaucht. Cool. Die Bühne draußen  hat ein wundervolles 70er-Jahre-Design in braun und orange. Like. Eine Artistin auf einer Turnschaukel bezaubert in der Lohnhalle die Besucher. Besonders als sie ihren Körper nur durch ihren Nacken auf der Schaukel hielt. Respekt! Gemütlich waren dagegen die bereit gestellten, nein, gelegten, Decken zum rumgammeln auf der Wiese vor der Niehburg. Einfach mal liegen, lauschen und nix machen. Schön.

DIN

30 Minuten Fahrt durch den Pott. Nach Dinslaken. Die Zeche Lohberg habe ich auch noch nie zuvor besucht. Ich mag Zechengelände. Überall gibt es kleine Aktionen. Kinder bekommen Airbrushtattoos, in der Schwarzkaue gibt es Kunst und draußen gibt es Musik. Eine vierköpfige Frauencombo inklusive Quetschkommode singt so steinerweichend falsch, das es eine wahre Freude ist. Klingt das schrecklich. Ich lerne in Dinslaken, wenn man ein Pils mit Cola bestellt, bestellt man einen „Drecksack“.  So schmeckt das dann auch. IGITT. Die Frauen stimmen das Steigerlied an und kennen wohl den Text nicht so richtig. Tststs. Dann kommt eine Steeldrum-Gang in Hawaiihemden und weißen Hosen. Der Optik nach heißen sie garantiert „Calypsos“ oder so etwas. Ich will, dass sie „Sun of Jamaica“ spielen, damit das perfekt ist. Aber nein, es kommt „Unchained Melody“. Haben wir da noch bei „Ghost“ zu geschnieft wie die Verrückten, klingt das nun leicht und beschwingt. Verrückt. Wir spülen die Reste unseres Bieres hinunter und wollen zum ES 2. Ab zum Lapano. Aber vorher werden wir noch Zeuge von bizarrem spackigen Neo-Dada: Menschen in Ganzkörper-Tischhussen eingehüllt schreiten über das Gelände und sagen etwas, das klingt wie „Humba Humba Manitu“. Man weiß es nicht…

DUI

Der Shuttle hätte ja mal auf dem Parkplatz halten können. Aber nein. Müssen wir halt hinlatschen. Die Zeit drängt, das Feuerwerk startet gleich. Aber vorher nochmal Pipi. Wir haben Glück und dürfen uns schnell erleichtern, bevor der ganze restliche Schwung aus dem Bus sich anstellt. Hah! Kaum wieder draußen, knallt es auch schon. Wir suchen uns einen Platz und schauen uns das wirklich tolle Feuerwerk vor der immer wieder schönen Kulisse des Landschaftsparks an.

Ruhrgebiet, ich mag dich! Echt!

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