Reisebericht New York. Teil 1: Alles ist Manhattan

Wenn es eine Antwort gab auf die Frage „Wohin wolltest du schon immer mal reisen?“, so war es bei mir stets „New York!!“ Ende letzten Jahres beschlossen zwei Freundinnen und ich nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen und hinüber zu düsen. Ein Jahr Wartezeit würde uns ja genug Zeit geben, um zu sparen (Vorweg: Pustekuchen!!!) und uns vernünftig vorzubereiten. Direkt nach der Buchung im Reisebüro habe ich mir einen Reiseführer gekauft, um den mal schön zu studieren. Habe ich dann auch gemacht und zwar um Hotelzimmer in New York. Früher habe ich da nicht wirklich reingeschaut. Komisch. Zwei Wochen würden wir auf der anderen Seite des Atlantik verweilen. Vielleicht sogar noch nach Washington und/ oder Boston fahren. Niagarafälle wären auch interessant. Pläne, Pläne, Pläne.

Mit der guten Lufthansa geht’s in guten acht Stunden nach Amerika. Den äußerst knappen Service von Billigfliegern gewöhnt, bin ich über viele Kleinigkeiten entzückt. Wie das heiße Tuch zum Hände reinigen und freie alkoholische Drinks zwischendurch (mmmh, lecker Baileys). Mein persönliches Bordkino besteht aus „Merida“ (Pixar olé, aber das war nur nett, mehr nicht) und jeder Menge Folgen von „Mad Men“.

Wir landen in Newark/ New Jersey. The garden state. Nicht wirklich schön oder aufregend. J. freakt rum, weil sie um ihre kümmerlichen Englischkenntnisse weiß und Angst hat vor dem Immigration Officer. Schon vorab musste ich für sie das ESTA-Formular (Visum) ausfüllen. War aber alles ganz easy-peasy. Man muss alle Fingeabdrücke abgeben und ein Foto von sich machen lassen. Ich wurde noch nach dem Grund meines Besuches gefragt (Vacation) und ob ich allein reise (No, with two friends). Das war’s dann auch schon. Dann mussten wir uns durch den Flughafen schlagen und den Shuttlebus suchen. Eine gut aufgelgte Dame erstaunte mich mit ihren Multi-Tasking-Skills. Sie fertigte parallel mehrere Anfragen ab (zeitweise mit dem Telefonhörer am Ohr). Die war echt cool. Meine beiden Mitreisenden haben für Amerikaner schwer auszusprechende Nachnamen. Meiner ist ein englisches Wort. Noch dazu eines, das soviel wie frech oder dreist bedeutet. Da hatte die gute Dame dann Spaß dran. 🙂
Der Shuttle fuhr ca. 45 Minuten zu unserem Hotel. Dem Marrakech Hotel. Es liegt am Broadway, nahe des Central Parks West. Die Lage war echt prima. Auch die U-Bahn-Verbindung war gut. Das wir unser Zimmer im 5. Stock hatten und abends nach einem HAMMER-Laufprgramm da immer hochstiefeln mussten (no Aufzug) war etwas semi-optimal. Auch dass es Wlan nur in der Lobby gab, war nicht so toll. Ansonsten hat das Hotel eher den Eindruck eines Hostels gehabt. Aber unser Zimmer mit den zwei Doppelbetten (inklusiver unfassbar weicher Matrazen) und dem kleinen Bad war sauber und funktional. Da man dort ja kaum Zeit verbrachte, war das OK.

Am ersten Abend laufen wir nur den Broadway entlang (das klingt als wären wir voll im Zentrum unterwegs gewesen, aber dat Dingen ist ja so furchtbar lang!!!) und haben etwas gegessen. Die nächsten Tage ging es dann aber richtig zur Sache, was das Laufpensum angeht. Phoaw, sind wir gelatscht.

Mein Lieblingsmoment: die ersten Schritte auf der Brooklyn Bridge. Meine Güte, ist die schön. Ist die schön. Ist die schön. Kann man nicht oft genug sagen. Ich finde Brücken meistens ganz großartig, aber diese besonders. Und die Aussicht. Ich geh‘ kaputt. Der erste Tag selbst begann aber bei Broadway Bagel. Lecker. Wir wählten aus verschiedenen Bagelsorten und vielen, vielen verschiedenen Aufstrichen aus und verdrückten unsere wirklich großzügig belegten Rundstücke mit Genuss. Schmeckte super. Derart gestärkt marschierten wir später über die tolle Brücke und posten natürlich wie die Weltmeister vor der tollen New York Skyline. Einen kleinen Blick auf die Statue of Liberty („Mann, ist die klein!“) konnte man auch werfen. Es war die ersten beiden Tage ziemlich schwül. Die Luftfeuchtigkeit hat uns gut zugesetzt (=schwitz). Vor allem in der U-Bahn. Scheiße, was für eine schlechte Luft in den hässlichen Stationen herrscht. Wirklich anstrengend. Die Wagen sind dann wieder super klimatisiert (= frier). Daran musste sich das System erstmal gewöhnen.

Wir laufen weiter Richtung Town Hall und begrüßen hier das erste Mal die vielen, fast zutraulichen Eichhörnchen. Die sind echt überall. Eines wollte mir aus der Hand fressen, nur: da war gar nichts drin! 🙂 Wir laufen durch die Stadt und ich bin geplättet. Alles ist groß, hoch, beeindruckend. Ich finde es einfach toll, auch wenn ich die vielen Eindrücke nicht so richtig packen kann. Dann sind wir in der Grand Central Stadtion.

Die ist mir vor allem wegen des unfassbar tollen Filmes (ich Nerd!) „The Fisher King“ im Kopf. Wegen dieser Szene hier.

Dreifachseuftz! Und jetzt war ich da. Und es ist wirklich so schön da. Auch wenn die Leute dummerweise nicht getanzt haben. Wir sehen die ganzen Tage soviel und immer sind wir in Manhattan. Ich weiß auch nicht, ich dachte, es wäre irgendwie kompakter. Naiv, i know.

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