Phonopop Festival Rüsselsheim

Ein süßes Festival, dieses Phonopop. Ungleich der „Stadt“ in der es beheimatet ist. Meine Güte, Rüsselsheim ist tot. Tot, tot, tot. Als wir Samstag gegen Mittag in der Stadt ankommen, werden da gerade die Bordsteine hochgeklappt. Was is‘ da denn los? In der City fragen wir uns, ob die unspannende Einkaufstraße jetzt schon alles ist? „Ja, was soll ich Ihnen da sagen, hier ist nicht viel, die Seitenstraße da noch. Drüben im Park ist morgen ein Shantychor, da wollte ich hin, vielleicht ist das etwas?“ Die Worte einer netten Dame, als wir sie etwas engeistert fragen, ob wir uns wirklich gerade in Rüsselsheim-Innenstadt befänden. Wir suchen etwas zu essen. Das griechische Bistro bietet gar keine Snacks an und der Italiener am Marktplatz (J: „Wie Platz? Das ist doch kein Platz!“) macht gerade zu. Glücklicherweise finden wir dann noch „Das Rind„, wo wir eine Kleinigkeit essen können. Von dort waren es auch nur wenige Gehminuten zum Festival in den alten Opelwerken.

Was für eine schöne Location!

opelwerk

opelwerk 2

Wir haben mit der Mantabühne (hahahahaha) angefangen und dort spielte und las Frank Spilker (Die Sterne). Das war langweilig. Seiner Geschichte um Herrn Troppelmann (oder so ähnlich) bin ich nicht gefolgt, seinen Songs auch nicht. Hach, war jetzt nicht meins. Die folgenden Bands Funeral Suits und The Lovedrunks haben mich auch nicht vom Schlitten geboxt. Ich war schon dran, das „Wir-fahren-einfach-mal-runter-und-gucken-uns-das-an-Experiment“ als gescheitert zu betrachten. Dann kommt mit David Lemaitre doch noch ein Highlight. Und ein Schnuckelchen ist er obendrein.

Danach: Dear Reader. Die Stimmkontraste Mann/ Frau – das war schon toll. Dazu eine Geige. Schön.

Wirklich gefreut hatte ich mich aber auf Scott Matthew, dessen „In the End“ bei mir lang Zeit auf Heavy Rotation lief. Leider hat er an diesem Abend nur Cover-Versionen gespielt. Aber seine Stimme ist so schön. Und er ist auch so ein bisschen wahnsinnig. Wie er da auf seinem Hocker saß, und Rotwein in sich reinkippte. Und sich darüber begklagte, dass der Ton nicht stimmt, wofür er sich wie folgt entschuldigte: „Fuck, I sound like Cat Power here…“ Höhö. Ein schöner Moment war seine Version von „I wanna dance with somebody“, bei welcher das Publikum, seinem Wunsch entsprechend, brav mitgesungen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so viele machen. Das war nett. *seuftz*

scott matthew 4

Nachdem wir noch „Herrenmagazin“ (Deutsch-Schremmel) und „Die! Die! Die!“ (Brüllerei, Punk) über uns haben ergehen lassen, kamen dann noch „The Thermals“ – „Now we can see“ fand ich genial. Es wurde zum Pogo gebeten und das war OK.

thermals shirt
Wir haben uns früher verabschiedet, da vor uns noch gute 2,5 Stunden Rückweg lagen. Es war nett da beim Phonopop. Könnte man überlegen, nochmal hinzugehen. Nachts ist das Gelände dann noch schön beleuchtet. Industriegammel in Licht – da geht mir Ruhri ja immer das Herz auf.

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