Ruhtriennale: test pattern

Nochmal Ruhrtriennale. Nochmal Landschaftspark. Nochmal Kraftzentrale. Diesmal gibt’s Mitmach-Kunst. Die Installation des japanischen Künstlers Ryoji Ikeda ist ein visueller und akustischer Frontalangriff. „test pattern [100 m version]“ heißt das Ganze und stellt „immersive Satenlandschaften“. Was Immersion bedeutet, liest man hier. 🙂

Im Programm der Ruhrtriennale liest sich das so: „Ryoji Ikeda übersetzt die digitalen Daten, die uns täglich umgeben, in flickernde Barcodes. […] In rasendem tempo fließen unter uns zuckende Ströme, ziehen sich zusammen, formieren sich neu.“

Vor der Kraftzentrale bekommen wir Ohrstöpsel (nötig, es war draußen schon recht laut) und bekommen den Tipp uns das Werk erstmal von oben anzuschauen. Machen wir auch. Kaum durch den schwarzen Vorhang hindurchgetreten, trifft uns fast der Schlag. Kreisch, bäing, ziiiiiiiiimmm, flicker, flatter, hell, dunkel. Unsere Ohren, unsere Augen. Wir müssen uns erstmal abwenden und dann rantasten, das haut einen erstmal um.

test pattern 3

Das ist schon anstrengend, was einem da um die Ohren und in die Augen gehämmert wird, Wir sind fasziniert. Dann juckt es in unseren Gliedern, wir wollen runter und auf die 100 Meter. Dafür müssen wir unten unsere Schuhe ausziehen und dann geht es auf den Strichcode.

test pattern 7

Die Geräuschkulisse ist heftig. Eine gewollt nervende, zermürbende Klangkulisse. Dazu das Wechselspiel aus Mustern unter unseren Füsssen. Abwechselnd wird es hell, und dunkel, gleißen grell, grau, zappenduster. Der weiche Boden ist dafür sehr angenehm und hier Fotos zu schießen, macht einfach Spaß.

test pattern me 3

Unglaublich aber wahr: man gewöhnt sich schnell an die Bild- und Klangkulisse. Interessant.

Weil die Lichtverhältnisse sich mitunter schnell ändern, kommen tolle Wackelaufnahmen mit bizarren Farbstrukturen zustande:

test pattern lichterquark

test pattern lichterquark 2

Wir sind danach ermattet, fanden das aber eine wirklich interessante Erfahrung. Sehr einnehmend. Es prasselt wirklich ganz schön viel auf uns ein. Da tut der Weg durch den Landschaftspark danach, in vollkommener Ruhe, wirklich gut.

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