„Der Spion ans Telefon, ein Schnitzel für den Spitzel, Herr Agent – es brennt!“ Top Secret Ausstellung in Oberhausen

EDIT: Das Museum musste bereits im Mai 2015 Insolvenz anmelden und ist geschlossen.

Eigentlich war der Plan nach Bochum zu fahren, um uns die „Körperwelten“ anzuschauen. Aber dann schmeiße ich mal wieder alles um, und wir enden in Oberhausen in der „Top Secret“-Ausstellung. Das hat Spaß gemacht. „Die geheime Welt der Spionage“ betritt man nachdem man saftige 14 Schleifen Eintritt bezahlt hat. Woah!

top secret

Dann öffnet sich die Schleuse und los geht’s. Auf den Weg der Agenten, der Datenschiebereien, der Verschleierungen, Betrügereien, irrwitzigen und schlimmen Erfindungen, Verschlüsselungstechniken und was nicht alles.

ts engang

Wir haben Glück, zu Beginn unseres Besuches ist noch nicht viel los. Wir werden empfangen in einem Raum, der aussieht wie aus einem 60er Jahre Sci-Fi-Film. Weiß, runde Formen, großer Bildschirm. Wir lernen, dass wir alle ständig und überall überwacht werden (ach, was?). Dann geht’s tiefer hinein in die Agentenmaterie. Die Geschichte der Spionage kann nachverfolgt werden. Wir begegnen großen Geheimdiensten (Stasi, Stasi, Stasi) und berühmten Agenten. Die Exponate sind komisch bis gruselig. Fotokameras in Damenabsätzen. Geheime Pläne in Zahnpastatuben, Messer in kleinen Kreuzanhängern an der Kette, Messer in Erdnüssen, Waffen jeglicher Art, Form und Größe. Wieso erfinden Menschen so fiese Sachen, mit denen sie sich auf fiese Art verletzen und umbringen können? Mann, Mann, Mann.

ts damenpistole

Natürlich gibt es auch eine James Bond Ecke. Da steht dann ein echter Aston Martin (haben will!!!). Wir spielen eine Runde 007 Top Trumps (= Quartett) und gewinnen gegen den Computer, obwohl der sagt, er habe gewonnen. Skandal!!!

Überhaupt darf man viel mitmachen und ausprobieren. Das macht Spaß. Wir probieren den Einwegspiegel aus und laufen durch dunkle Räume, um uns dann am Bildschirm in der Überwachungskamera in krisseligen grünen Farben umhertapern zu sehen (ein bisschen wie in Schweigen der Lämmer). Wir suchen versteckte Kameras in einem Wohnzimmernachbau (man wird übrigens beim Besuch der Ausstellung ständig gefilmt, hahahaha, immer wieder begegnet man sich auf Monitoren), wir spielen Fingerabdruck-Memory, entdecken Geheimbotschaften mit Speziallicht,  probieren uns im morsen aus und bekommen wertvolle Tipps zum spicken. Leider um Jahre zu spät. Den Lichtschranken-Hindernis-Parcours schenken wir uns. Er ist natürlich außerordentlich beliebt und dementsprechend okkupiert. Schade.

ts memory 2

Dann bekommen wir noch Sicherheitstipps. Wie wir uns sicher im Netz bewegen, was wir mit unseren alten Geräten machen sollten und wie wir unser aktuelles Equippment am besten schützen.

ts tipp

Kleines Manko, die QR-Code-Rallye, die ich mal ausprobieren wollte, hat nicht geklappt. Jedenfalls nicht an der Station (am Start), an der ich es probiert habe. Da es mir aber nicht wirklich wichtig war, habe ich da jetzt auch nicht nachgehakt.

In 18. Bereiche eingeteilt (Von „Kalter Krieg“ über „Waffentechnik“ bis „Geheimdienste“), bietet die Ausstellung tolle Schauwerte und viel Möglichkeit zur Interaktion. Die historischen Hintergründe, bleiben allerdings eben dort, im Hintergrund. Das ist etwas schade. Denn, bei allem Spaß, das ist ja ein brisantes Thema, das mit Ernst betrieben wird und das ja auch wert ist, drüber zu disktutieren. Soweit ich mich erinnere, wurde Wikileaks beispielsweise nirgendwo erwähnt. Das Für und Wider wurde nicht beleuchtet oder nur am Rande.

Für Kinder ist das alles ein Riesen-Hallo (also auch für den unbändigen Jungspund in uns), dementsprechend voll und laut wurde es zum Ende unseres Besuches, als die Kindergruppen einfielen.

ts danke besuch

Fakt bleibt: Wir hatten Spaß!

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