Reisebericht Kairo. Teil 1: Ankommen in Maadi

Uah, ich war in Ägypten. Obwohl das Auswärtige Amt warnt:

Von Reisen in das Nildelta außerhalb der Ballungszentren Kairo und Alexandria sowie von Reisen in das Niltal südlich von Kairo bis nördlich von Luxor wird abgeraten.

Gut, dass ich genau in der Gegend  war, für die keine explizite Reisewarnung ausgesprochen wurde. Komisch war es im Vorfeld dennoch. War ja doch einiges los in Kairo in den letzten Monaten und die Ausgangssperre ist auch noch nicht soo lange aufgehoben. Warum ich dennoch da war? Weil A. und M. seit letzten August dort ihre Zelte aufgeschlagen haben und nun dort an Internationalen Schulen ihrer Lehrtätigeit nachgehen. Beide sind nicht unbedingt glücklich an ihrer neuen Wirkungsstätte und ich wollte sie dort besuchen, bevor sie weiterziehen.

Besorgte Familienmitglieder, Freunde und Bekannte schütteln mit dem Kopf, als ich mitteile, dass ich nachKairo fahren werde. Komisch, ich bin weniger besorgt und ängstlich als sie alle. Ich fliege mit Austrian Airlines, bzw Tyrolean Airlines (was beides irgendwie Lufthansa ist…egal) über Wien nach Kairo. Das ging problemlos (und das Essen an Bord war lecker). Ich sitze am Fenster und kann die Pyramiden kurz vor der Landung sehen. Krass!!

kairo flieger

Am Flughafen Kairo kaufe ich mir dann mein Visum für 15 Dollar und freue mich, dass es in meinen Reisepass geklebt wird, das haben sie in Kuba ja nicht gemacht. Als wäre ich nie dort gewesen. Blöd. Kaum aus dem Flieger gestiegen, knallt die Sonne. Phoaw. Dabei sagte der Wetterbericht vorab etwas von 20 Grad. Öööhm Nein, das ist definitiv viel wärmer. Dann treffe ich am Ausgang meinen Fahrer, den A. mir organisiert hat. Abdallah spricht kaum englisch, ist aber sehr nett, pünktlich und zuverlässig. Das war prima. Er fährt mich nach Maadi, wo A. und M. wohnen. Das dauert etwa 1 Stunde und ich schaue fasziniert aus dem Fenster. Alles so anders. Wüste – wie krass. Und soviel Schutt und Müll. Alles sandfarben. Interessant.

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Maadi ist dann viel grüner als viele andere Flecken Kairos. Das Apartmentgebäude von A. und M. ist nett, ich habe hier mein eigenes Schlafzimmer. Schön. Vom Balkon kann man das reghafte Treiben auf der Straße beobachten. Den irren Verkehr, der nach dem „survival of the fittest“-Prinzip verläuft. Den netten Supermarkt „Cimo“, der so ziemlich alles verkauft, wovon vieles aber das Ablaufdatum schon lange hinter sich gelassen hat. 🙂

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Am Abend gehen wir zur Road 9, wo es ein bisschen internationaler zugeht und man nette Restauants und Cafes findet. Hier kann man auch alkoholische Getränke zu sich nehmen und es gibt sogar einen Metzger, der Schweinefleisch verkauft.

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Da A. und M. arbeitstechnisch unter der Woche nicht viel Zeit für mich haben, werde ich mit George auf Besichtigungstour gehen. Er ist ein freischaffender Tour-Guide, den ich exklusiv für mich haben werde die nächsten Tage. Das ist ein merkwürdiger Luxus.  Er wird mich am nächsten Morgen abholen und dann geht die Entdecker-Tour los.

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