Reisebericht Kairo Teil 4: Pyramiden!!! Sphinx! Mehr Pyramiden!!

Jawoll. Auf diesen Sightseeing-Trip habe ich mich am meisten gefreut. Pyramiden! Die Sphinx! In echt! Unglaublich. Bevor wir uns diese Weltwunder in Gizeh und Sakkara anschauen, fahren wir nach Memphis. Hahahaha, Memphis, Tennessee, hahahaha. Nee. Ich wusste nicht, dass Memphis mal die eigentliche Hauptstadt Ägyptens war. Dort steht jede Menge Unesco Weltkulturerbe, von  mir liebevoll „alter Gammel“ genannt, der mir mal wieder den Atem raubt. Das macht übrigens auch die Fahrt dorthin, es ist sehr holprig. So holprig, dass mir ein bisschen kodderig wird. Da muss man durch. Irgendwie sind Memphis, Sakkara und Gizeh alles Kairo. Ich blicke immer noch nicht ganz durch. Habe ich schon erwähnt, dass ich mir DRINGEND ein Buch über Kairo/ Ägypten kaufen muss? Sorry. Egal. Mir wurde gesagt, wir sind in Memphis. Wir gehen in ein Freilichtmuseum und da steht tolles Zeug. So. Am beeindruckendsten ist wohl der gigantische Ramses-Koloss. Der ist riesig, obwohl dem Teile der Beine fehlen.

Ramses II.

Draußen im Skulpturengarten steht eine Sphinx und alte Statuen. Bis auf eine kleine Gruppe Koreaner sind auch hier keine Touristen, deswegen belagern die Ramschhändler, sorry, Souvenir-Verkäufer, meinen Tour-Guide. Er möchte mich doch bitte zu den Ständen führen und mich zum Kauf der Waren anregen. Ich mag aber gar keine Mini-Pyramiden oder Hieroglyph-Schlüsselanhänger haben. Tut mir leid.

Sphinx

Ramses II.

Danach geht’s  zur Stufenpyramide von Sakkara. Wir fahren erst durch ein grünes Tal, bis – SCHNITT – auf einmal die Wüste anfängt. Wie mit dem Lineal gezogen. Krass. Wir kurven die sandigen Wege empor und schauen uns vorab noch die Monumentalgräber zweier hoher ägyptischer Beamter an. Die sind so wahnsinnig gut erhalten, mir bleibt die Spucke weg. Die Reliefs und (teils noch farbigen) Wandmalereien faszinieren mich unheimlich. Diese Männer müssen sehr reich und wichtig gewesen sein.

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George erklärt, welche Bedeutungen die Wandverzierungen haben, wie sie die Arbeit und den Alltag zur Zeit der Bestatteten widerspiegeln. Ich kann mich gar nicht satt sehen und löchere ihn mit Fragen. Direkt nebenbei ist die Pyamide von Titi (hahahahahahaha, Oh Mann, ich wieder). Was mich wirklich komplett beeindruckt, ist diese UNGLAUBLICHE Stille hier. So eine Stille habe ich noch nie erlebt. Überall wo du hinschaust: Wüste. Und dann mittendrin eine Pyramide. Die ist leider nicht mehr so gut erhalten, sie sieht aus wie ein großer Sandhaufen. Ich steige in sie hinab und stehe nun tatsächlich in einer Pyramide. Da ist so surreal, ich kann das gar nicht in Worte fassen. An den Decken sind überall Sterne in den Stein graviert. Der massive schwarze Sarkophag steht da und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies alles Tausende von Jahren alt ist. Dass hier Menschen waren, die das gebaut und hier jemand begraben haben. Das geht nicht in meinen Kopf.

Ich kann nicht viel machen, als einfach nur gebannt dazustehen und diese Ansicht in mich aufzunehmen.

Wir fahren dann weiter zur Stufenpyramide. Es ist sehr heiß und sonnig. Genau wie man es sich immer vorstellt. Zur Pyramide gelangt man, indem man durch ein Tor und eine Kolonade hindurchläuft.

Es ist so still. Ich bin ganz begeistert. Ich muss unbedingt mal eine Wüstentour machen. UNBEDINGT!! Außer George und meiner Wenigkeit ist da noch ein britisches Pärchen und das war’s. Es sind mehr Menschen da, die an den Touristen verdienen möchten als Touristen selber.

Die Stufenpyramide ist die älteste Pyramide Ägyptens. Sie ist, wie soll es anders sein, wunderschön. Gebaut wurd sie übrigens von Imhotep. Ein Name, der mir Banausin bisher nur in den schrottigen Mumien-Filmen begegnet ist. *hüstel*

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Man kann von hier aus die Pyramiden von Gizeh in der Ferne sehen. Zeit, sie endlich näher zu betrachten.

In Gizeh tummeln sich dann auch mal mehr Menschen, viele sind es dennoch nicht. Das ist so prima, dass man sich nicht drängeln muss.

Ich stehe vor der Cheops-Pyramide und kann es mal wieder nicht fassen. Live zu erleben, was man sonst nur von Bildern und aus Filmen kennt. Ich stelle mich an den Fuß der Pyramide und staune, dass dort die Steine fast so groß sind wie ich. Die wiegen Tonnen (nicht wie ich, hahahaha) und es erstaunt, wie diese Kolosse hier in die Wüste transportiert werden konnten. Ich klettere sogar auf die Pyramide drauf. Jawoll, ich habe eine Pyramide bestiegen. Wieder ein Punkt auf meiner Lebensliste abhaken, von dem ich nicht wusste, dass er darauf stand. Die Pyramiden sind ein Weltwunder. Sie sind so einzigartig, so atemberaubend. *seuftz* Wer mehr über die Geschichte der Pyramiden lesen möchte: Wikipedia.

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Wir fahren hoch zu einer kleinen Aussichtsplattform. Hier hat man einen fantastischen Blick auf die Grabstätte und die Wüste. *doppelneindreifachseuftz*

Nachdem ich ausgiebig fotografiere und, ähem, auch rumpose („look, i hold the pyramid at the top! look, it’s placed on my hand!“) fahren wir weiter zur Sphinx. Während der kurzen Fahrt klebe ich mit dem Gesicht an der Scheibe, ich kann mich nicht sattsehen. Dann ist sie da, die Sphinx. Der Obelix doch damals aus Versehen die Nase abgehämmert hat.

sphinx

sphinx

Die Sphinx ist kleiner als ich sie mir vorgestellt hatte, aber dennoch irgendwie gewaltig. Unglaublich lange und große Löwenpfoten. Auf dem Kopftuch kann man noch erkennen, dass sie farbig bemalt war. Direkt an die Sphinx ist eine Tempelanlage gebaut. Ein geschäftstüchtiges kleines Mädchen nimmt meine Kamera und macht viele Poserfotos von mir. Sie dirigiert mich richtiggehend. Lustig. Danach bin ich dann ziemlich fertig. Dieser Tag hat meinen Kopf mit unzähligen Eindrücken gefüllt, dass es mich müde macht. Aber sehr glücklich!

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