Ruhrgebietsliebe – neu entfacht! Auf der Vollmondwanderung auf der Halde Hoheward

Ich lebe im Ruhrgebiet. Da wird man von anderen bundesdeutschen Mitbürgern manchmal bemitleidet. Das können die sich aber allesamt sparen, denn hier ist es ganz wunderbar und vor allem sehr schön. Richtig was für’s Auge bietet der Pott. Glauben andere immer gar nicht. Natürlich, im Alltagsleben nimmt man vieles nicht wahr und ist oft genervt (Baustellen! Verkehr). Aber wer ist das nicht manchmal. Gut, wenn man dann so Sachen macht wie die „Vollmond-Wanderung auf der Halde Hoheward“. Ich liebe sowieso sämtliche Ruhrgebietshalden! Sie sind soooooooooooo schön! Auf der Halde Hoheward war ich vor Jahren zuletzt. Damals war sie noch ganz frisch und jungfräulich. Das Himmelsobservatorium war zugänglich (es gab/ gibt(?) einen Schaden in der Schweißnaht, deswegen ist es zur Zeit abgeriegelt) und der Boden war nicht begrünt, was ich damals total cool fand. Kohleschwarzer Boden. Herrlich.

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Jetzt war ich also wieder da und es ist so grün, dass unser Tourguide sagt: „Schade, wegen der vielen Bäume können Sie von hier gar nicht so richtig weit schauen.“ Tsk, also diese Bäume…

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Ausgestattet mit Leuchtknickstäben laufen wir die Halde hoch und sind erstaunt über die Ausmaße des Areals. 160 Hektar. Also 160 Fußballfelder groß. Mama mia! Immer wieder bleiben wir stehen, weil wir die Aussicht genießen und erklärt bekommen: „Da drüben ist Dortmund, da ist Duisburg, dort sieht man Bochum, da ist Recklinghausen, ganz hinten Düsseldorf usw. usf.“

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Es hat ja in den letzten Tagen ziemlich geregnet und ich hatte mir schon Gummistiefel eingepackt. Die waren aber gar nicht nötig. Es war ein wunderschöner Sonnenuntergang auf der Halde. In 150 Metern Höhe sehen wir der Sonne zu, wie sie hinter den Zechenruinen versinkt. Nääääääääääääää, wat schön! Leider ist der Vollmond, den wir eigentlich beobachten wollten hinter Wolken versteckt. Macht aber nix.

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Es wird dann recht schnell kalt auf dem Monte Schlacko (so nenn ich einfach alle Ruhrhalden) und wir bibbern. Der Guide erklärt uns noch das Oberservatorium und, weil es eine Lücke im Zaun gibt – pssst-, schauen wir uns das ganze noch etwas genauer an, bevor wir dann den Abstieg wagen. Zwei Stunden hat das Spielchen gedauert. Zwei Stunden, die meine Ruhrgebietsliebe wieder entfacht haben!

 

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