Reisebericht Schottland Teil 3: Highlands & Isle of Skye

Das Highlight zum Schluss! Immer wenn wir glaubten „schöner kann es nicht mehr werden“, hat uns die Isle of Skye eines besseren belehrt. Drei Tage kurven und wandern wir über diesen UNFASSBAR schönen Flecken Erde.  Unser Tourguide Mackenzie („Mac“) führt und fährt uns zu den schönsten Plätzen. Dazu erzählt er noch mitreißend Geschichten, Legenden, Mythen, Märchen und singt schottische Pop- und Folksongs. Ich bin natürlich sofort verliebt. Wenn jemand mit Hingabe und Talent vor mir seine Künste darbietet, bin ich immer schnell hin und weg.

Hier erzählt er die Geschichte der Selkies (Robben, die an Land zu Menschen werden):

Wir haben noch viele Geschichten gehört. Wie die Midges entstanden sind (superlästige kleine Fliegen), woher die Bergkette 5 sisters ihren Namen hat (schnief), über die Geschichte des Dudelsackspielens, über die vielen Clans etc.pp. Wunderbar.

Wir fahren an so vielen Lochs vorbei, ich kann mir beim besten Willen die Namen nicht alle merken. Haben die Schotten viel Wasser! Kommen wir damit gleich zum berühmtesten See.

Loch Ness

So, nun habe ich Loch Ness gesehen. Kann man abhaken. Muss man nicht nochmal hin. Es ist natürlich total überlaufen, dieses kleine Örtchen mit dem riesigen See. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hieß es, in diesen See passe das gesamte Wasser aller Seen Englands. Krass! Als wir uns auf die Spur des Monsters begeben regnet es leider. Da Loch Ness nur ein Punkt unserer Tour ist an diesem Tag, haben wir auch nicht viel Zeit. Wir essen eine Kleinigkeit (die schlechtesten Sandwiches ever!) und machen dann eine Rundfahrt auf dem See. Was ich mir gewünscht hätte? Etwas „Spökenkiekerei“! Einen Kapitän, der ein paar schöne „Verschwörungstheorien“ und Legenden auftischt, während wir über das Wasser fahren. Leider gab es nur ein paar Ansagen vom Band. Doof. Das Wasser im See sieht pechschwarz aus, das finde ich ziemlich cool. Über Monitore kann man verfolgen, wie der Seegrund gescannt wird. Von Nessie keine Spur. Sowas. Da lobe ich mir die Ruhe und Schönheit des Loch Lomond dreimal mehr!

loch ness

Doune

Wir machen einen kurzen Stop am Doune Castle und ich bin sehr entzückt, da hie ein Teil von „Monty Python and the Holy Grail“ gedreht wurde. Und zwar der hier:

Doune

Besichtigt haben wir es auch kurz, aber viel zu sehen gibt es nicht, es ist ja auch ziemlich klein und der obere Teil war geschlossen.

Killin

Hier gibt es die  Falls of Dochart. Die Wasserfälle sind prächtig und es ist sehr laut. Wir sind begeistert und klettern hinab zu den Wassermassen.

Falls of Dochart

Loch Laidon, Loch Garry, Loch Lochy, Loch Leven, Loch Shiel, Loch Duich

So viel Lochs, so wenig Zeit. So viel Sonne, die auf den klaren Wassern tanzte.Vorbei am Loch Laiden und Loch Leven und satten begrünten Bergen fahren wir weiter durch die Highlands. Dabei wollen wir immer nur raus. Anhalten! Aussteigen! Hier ist es schön! Wir wollen wandern! Weiter zum Loch Lochy , zum River Shiel und zum wunderschönen Loch Garry, der aussieht wie die Silhouette von Schottland. Ich werde hier wieder hinfahren. Das geht gar nicht anders!

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Eilean Donan Castle

Dieses Schlöschen ist wohl DIE Postkartenansicht schlechthin. Ich habe mich darauf auch mit am meisten gefreut. So eine Behausung ist schon nicht schlecht. So viele Zimmer, so eine schöne Ausstattung und die Aussicht ist das allergenialste. Hier hat sich der Eintritt echt gelohnt, es ist ein superschönes Schloss. Und die lange Brücke erst…

Isle of Skye

Portree

Wir haben die günstigste Variante zum Übernachten gebucht: Ein Hostel. Wir kommen im Bayfield Hostel unter und blicken direkt auf’s Wasser. Das ist aber auch schon das Schönste an dem Haus – die Lage. Wir haben zwei Zimmer und ein eigenes Bad. Auch das ist gut. Das Bad ist mit dem notdürftigsten ausgestattet (Dusche, Toilette, Waschbecken, als Luxus obendrauf gibt es ein kleines, klappriges Regal, damit man auch mal seine Kulturtasche irgendwo abstellen kann). Ein Zimmer (das ich mir sofort kralle) hat ein Bett und eine schrömmelige Kommode drin. Mehr nicht. Das andere Zimmer ist möbliert mit einer Küchenzeile („the kitchen’s not working so pay no attention to it!“), einem Tisch, zwei Stühlen, einem Sessel und zwei auf den Boden dazwischen gequetschte Matratzen. Schlafplätze für M. und C. Hahahahaha. Es war immerhin okay’isch sauber und man musste Bad und Schlafplatz nicht mit Fremden teilen. Da wir nur zum schlafen da waren, war das in Ordnung. Frühstück gab es in einem der schönsten Cafés, in denen ich je war. Und lecker war es obendrein: Café Arriba. So bunt, so nett, sooo gemütlich.

Rundfahrt Isle of Sky

Diese drei Tage gehören mit Abstand zu den schönsten, die ich bis dato erleben durfte. Diese Hügel, dieses Grün, diese Flüsse und Seen. Diese Wasserfälle. Alles ist einfach so unglaublich schön! Wir fahren mit dem Bus durch die schönsten Landschaften, die man sich vorstellen kann. Aus dem Radio läuft wunderschöne schottische Musik oder Mac erzählt schottische Sagen. Es ist ein einziger Traum. Unsere Rundgänge und Wanderungen treiben uns die Tränen in die Augen: die Wasserfälle, die Wiesen, die Nebelschwaden. Unfassbar. Wir sehen mit Neist Point den westlichsten Punkt Schottlands. Wir wandern durch Nieselregen und fragen uns, was es hier wohl zu sehen gibt, bis auf einmal weit unter uns auf einer Landzunge ein Leuchtturm auftaucht. Krasses Bild!

Wir fahren ins Tal der Märchen, nach Fairy Glen. Dort kraxeln wir auf eine alte Ruine und unter uns sieht man Kunstwerke aus Steinen zusammengelegt.

Ich baue auch eines, bevor es weitergeht und wir Halt an einer Brücke machen. So eine richtig schöne Kitsch-Romantik-Stein-Brücke ist das. Ich will sie (samt Bächlein) in meinen Koffer packen und in mein Wohnzimmer mitnehmen! Aus dem kleinen Rinnsal muss man übrigens trinken, das verleiht ewige Schönheit. Wir sind die ersten, die sich großzügige Schlucke einverleiben, bevor die anderen sich trauen. Gott, sind wir schön!

Wir besuchen das Dunvegan Castle und sind ein bisschen enttäuscht, denn so wirklich viel zu sehen gibt es nicht. Aber das Schloss hat einen riesigen Garten und von hier kann man Touren starten, um Seehunde und Wale zu beobachten.

Wir besuchen das kleine (!!!) Örtchen Uig, das irgendwie nur aus einem Minihafen und zwei Straßen besteht. Hachnee….

Staffin, Quiraing, Stein, Leven…wo wir nicht überall waren. Jeder Ort ein Erlebnis für die Sinne.

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Ich habe Sehnsucht…

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