„Hawking“ (2004) & „The Theory of Everything“ (2014) – Ein kleiner Vergleich

Zehn Jahre liegen zwischen den beiden Filmversionen über den Physiker Stephen Hawking. Beide nähern sich dem Wissenschaftler auf ähnliche Weise.

BBC Version mit Fokus auf der Hawkings Suche nach dem Anfang der Zeit
ttoe
Film-Version mit dem Fokus auf die Beziehung zwischen Hawking und seiner Frau Jane

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir treffen jeweils auf den jungen Hawking zu Beginn der 60er Jahre. Er ist auf der Suche nach einem Thema für seine Doktorarbeit und lernt seine zukünftige Frau Jane kennen. Beide Filme starten gleich. Gespräche zwischen Jane und Stephen was das Universum angeht, über Sterne und schwarze Löcher. Ihr Besuch bei Studentenfeiern, sogar ein Kricketspiel kommt in beiden Filmen vor. Es erfolgt die Diagnose: ALS. Auch hier sind die Darstellungsweisen ähnlich: erste Anzeichen, die Hawkings beeinträchtigte Motorik zeigen, Stürze…bis zu Klinikuntersuchungen, wo Hawking mitgeteilt wird, er habe noch eine Lebenserwartung von zwei Jahren. Das ist gut 50 Jahre her. Wahnsinn! Während sich der TV-Film mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle verstärkt Hawkings wissenschaftlicher Arbeit (Beweis der Existenz von Singularitäten – – – WAS??) widmet, verlagert sich die Handlung der Version mit Eddie Redmayne als Hawking verstärkt auf die Ehe von Stephen und Jane (Bafta- und Golden Globe-Nominierung für Felicity Jones). Drei Kinder und dazu noch die Pflege des Ehemannes. Obendrein noch der Haushalt und die eigene wissenschaftliche Arbeit (sowie auch die ganze Bürokratie und die Unterstützung von Hawkings Tätigkeiten). Wie hat diese Frau das nur geleistet? Ich bin nachträglich beeindruckt!

Wo der TV-Film aussteigt, beginnt der Kinofilm erst richtig und das ist für mich die bessere Geschichte. Und ich bin noch geplättet, wie ähnlich Redmayne Hawking sieht!

Eddie Redmayne als Stephen Hawking
Benedict Cumberbatch als Hawking
Benedict Cumberbatch als Hawking

Beide Filme sind gut. Beide haben starke Hauptdarsteller, wobei Eddie Redmayne noch einen Schritt weiter geht (gehen kann). Es ist mitunter herzzerreißend, was Hawking über sich ergehen lassen musste. Als er auch noch die Sprache verliert und er seiner ewig tapfer unterstützenden Frau ein „I love you“ entgegenbringt, dass sie nur durch seine Lippenbewegungen lesen kann: schnief! Meine Begleitung drehte sich nach dem Film zu mir um und sagte: „Oscar!“ Nominierungen für die Hauptrollen sind ja wohl mal sicher.

Es gibt übrigens noch mehr, was beide Versionen verbindet, und zwar diesen Mann hier:

adam

Adam Godley spielte in der BBC-Version Hawkings Vater und im Film von James Marsh den Arzt, der Hawking die Diagnose stellt.

3 Gedanken zu “„Hawking“ (2004) & „The Theory of Everything“ (2014) – Ein kleiner Vergleich

  1. Ja ich finde auch, dass beide eine Oskar Nominierung verdient haben 😉 tolle Darsteller und toller Film, auch ich war sehr beeindruckt. ich kenne den Film mit BC jedoch nicht. Danke, ich werde ihn mir noch leihen, Dein Bericht hat mich neugierig gemacht!

  2. Ah, guter Hinweis zu Adam Godley! Irgendwie hatte ich ja auch ein Déjà-vu, bin dem aber dann nicht nachgegangen.

    Hast du eigentlich die BBC-Version kurz vor oder nach „The Theory of Everything“ nochmal angesehen? Bei mir ist ja die Sichtung des Films mit Benedict ziemlich genau ein Jahr her. Ich kann aber, wie du, auch sagen, dass mich der neue Film irgendwie mehr gepackt hat.

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