Shameless – Meet the Gallaghers

shameless

Die fünfte Staffel Shameless startet, was mich erfreut. Die amerikanische Adaption der britischen Serie (das Original kenne ich bis dato leider nicht) hat mir in den vergangenen Episoden wirklich gut gefallen. Es geht um die Familie Gallagher aus Chicago, die man in unschönen deutschen Vokabeln als „abgehängtes Prekariat“ oder „asozial“ beschreiben kann/ würde. Die Familie besteht aus dem Trinker Frank und seinen sechs Kindern: Fiona, Philip („Lip“), Ian, Debbie, Carl und Liam. Die Sippe schlägt sich (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) durchs Leben. Mit Jobs, aber auch durch allerlei Betrügerein und Schwindel. Manches aus der Not geboren, manches aus Bequemlichkeit. Es geht oftmals ganz schön zur Sache. Neben vielen sehr (!!) expliziten Sexszenen (teils komisch, teils aber auch derbe und geschmacklos), wird gelogen und betrogen was das Zeug hält, dennoch schließt man sie alle irgendwie ins Herz. Weil alle trotz ihrer Fehler halt sehr, sehr menschlich sind. Drogen, Gewalt und Kriminalität sind Alltag im Familienumfeld, aber die Gallaghers versuchen ihr bestes um „klar zu kommen“. Und der Zusammenhalt in der Familie ist groß.

Frank Gallagher (William H. Macy) ist ein notorischer Säufer und Tunichtgut, der seine Kinder vornehmlich sich selbst überlässt und in allem was er tut seinen eigenen Vorteil im Auge hat. Er führt(e) eine bizarre Beziehung mit Sheila (Joan Cusack, die eine weitere „Schrullenrolle“ auf ihre Agenda setzen konnte), ist aber für so ziemlich jeden Seitensprung offen.

Fiona Gallagher (Emmy Rossum) versucht die Mutterrolle in der Familie einzunehmen. Sie jobbt und bemüht sich, etwas aus sich zu machen. Sie hat zahlreiche Affären. Rückhalt erhält sie von Freundin und Nachbarin Veronica und deren Mann Kevin.

Lip Gallagher (Jeremy Allen White) ist der klügste Kopf der Sippe und mit Fleiß und Disziplin könnte er die Uni absolvieren. Wenn ihm nicht seine eigene Arroganz, Dickköpfigkeit und natürlich auch seine Chaos-Familie im Weg stehen würde. Wie alle Gallaghers ist auch er ziemlich promiskuitiv unterwegs.

Ian Gallagher (Cameron Monaghan) hatte das Ziel zur US Army zu gehen, das er aber aufgeben hat. Er ist homosexuell und nach langem Ringen ist er in einer festen Beziehung mit dem Nachbarschaftsschläger Mickey (Noel Fisher). In der letzten Staffel stellte sich heraus, dass er manisch-depressiv ist, wie seine Mutter.

Debbie Gallagher (Emma Kenney) hadert mit der Pubertät und fühlt sich im Vergleich zu anderen Mädchen unterentwickelt und leidet unter dieser Situation. Sie ist andererseits sehr fürsorglich und steht, im Gegensatz zu ihren Geschwistern, zu ihrem Vater.

Carl Gallagher (Ethan Cutkosky) ist ein waschechter Chaot, der fasziniert ist von Waffen und Gewalt.

Liam Gallagher ist das jüngste Kind und mit seinen zwei Jahren auf die Fürsorge seiner Geschwister angewiesen. Eine Aufgabe, die diese ab und an vernachlässigen.

Man lacht mit ihnen und fiebert auch mit und hofft, dass ihre Pläne, diesmal in Erfüllung gehen. Jedem Familienmitglied werden eigene Handlungsstränge zugebilligt, die allesamt interessant sind. Manches mal möchte es einem auch das Herz brechen. Es dauert beispielsweise sehr lange, bis Mickey sich zu seiner Homosexualität bekennt, aber wenn, dann…*schnief*. Fiona versucht sich in einem Job nach oben zu arbeiten, macht sich selbst aber alles kaputt. Tragisch. Lip und seine Liebe zu Karen, die ihm immer wieder untreu ist und das Herz bricht…Wenn alle Hoffnungen auf ein ruhigeres, sicheres Familienleben sich in Luft auflösen…nicht immer leicht zu ertragen. Aber dafür kann man aufgrund der skurrilen Geschichten oftmals laut lachen. Und: der Soundtrack ist auch ziemlich gut (für Fans von gutem Schremmel-/Punkrock).

Gut gespielt, derbe, berührend, spaßig: Empfehlung.

5 Gedanken zu “Shameless – Meet the Gallaghers

  1. Ich bin auch schon sehr gespannt auf die Serie. Die ersten drei Staffeln haben es schon in mein DVD-Regal geschafft, doch bin ich bisher noch nicht dazu gekommen reinzuschauen.

  2. Freue ich mich, neben gae Of Thrones, momentan am meisten drauf. Vor allem, weil die Serie in Season 4 meiner Meinung nach einen perfekten Mix aus Drama, Comedy und völlig abgefucktem Scheiß gefunden hat. Vorher war das etwas unausgewogener, aber mit der letzten Staffel passte das hervorragend. Hoffe, man macht genau so weiter.

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