Meister der Tränen – Khaled Hosseini

hosseini

Heute habe ich „And the Mountains Echoed“ von Khaled Hosseini ausgelesen. Wie bei den beiden Vorgängern, habe ich die letzte Seite nur unter einem Strom von Tränen lesen können. Dieser Mensch mit seinen afghanischen Familiengeschichten macht mich fertig! Die Bücher sind so wunderbar und so grauenhaft. Sein neuester Roman ist da noch der harmloseste. Die Geschichte, um ein Geschwisterpärchen, das auseinander gerissen wird und deren Leben, getrennt voneinander, hat mich mich mal wieder sehr berührt. Irgendwie schafft es Hosseini einen so sehr in diese Lebenswelten hineinzuziehen, dass einem die Figuren und deren Schicksale ganz nahe sind. Ich habe so mitgefiebert, gehofft und gelitten. Allerdings nicht so sehr wie bei den Vorläufer-Büchern „A Thousand Splendid Suns“ und „The Kite Runner„. Meine erste Begegnung mit Hosseini war der Roman um die beiden Frauen Mariam und Leila und er hat mich komplett vereinnahmt und bestürzt. Ich habe die letzten 100 Seiten in mich aufgesogen und wirklich sehr geweint und das schaffen Bücher sonst nicht so schnell. Und auch die Geschichte um Amir und Hassan (und Suhrab) aus „The Kite Runner“ hat mich vollkommen in Beschlag genommen. Wer sich traut, sein Herz zu verlieren, es einmal richtig durchmangeln zu lassen, nur um dann zu spüren, wie voller Emotionen es sein kann, dem seien diese Bücher wärmstens empfohlen. Sie sind zutiefst menschlich – das macht sie leider zum einen so schlimm, zum anderen aber auch so wunderschön! Außerdem lernt man eine Menge über Afghanistan, seine Geschichte und Kultur, ohne dass es sich schulmeisterhaft anfühlt. Immer geht es um Familie, die Liebe und das schwierige Leben in Afghanistan. Interessant ist, dass es in den Romanen immer Personen gibt, die Afghanistan verlassen/ verlassen haben und um ihre afghanischen Wurzeln. Wie sehr dieses Land, seine Menschen und die Mentalität in ihnen nachwirken. Ich finde es bemerkenswert, wie Hosseini den richtigen Ton trifft, um die großen Themen Heimat, Familie, Liebe zu thematisieren ohne platt oder kitschig zu sein. Umwerfend! Ich warte jetzt schon auf sein nächstes Werk (die Taschentücher liegen bereit, Sir!).

The Kite Runner ist ja auch verfilmt worden, aber ich kann mir das nicht antun. Das stehe ich nicht durch, glaube ich.

 

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