Reisebericht Stockholm

Hej Hej! Ein Land, in welchem man so ulkig begrüßt wird, kann einem nur gefallen. Es ist auch unmöglich „hej hej“ zu sagen und dabei eine Fläppe zu ziehen. Das geht nur mit einem Lächeln im Gesicht. Diese Schweden. Einfach so relaxed!  Wir fliegen über die wunderschönen Schäreninseln zum Flughafen Arlanda und steigen in den Zug nach Södermalm. In diesem hippen Viertel liegt nämlich unser Hotel Alexandra.

Der Stockholmer Schärengarten besteht aus sage und schreibe 30.000 (!!!) Inseln
Der Stockholmer Schärengarten besteht aus sage und schreibe 30.000 (!!!) Inseln

Das Hotel ist im Erdgeschoss und Keller eines Wohnhauses. Komisch. Es ist aber wirklich nett, sauber und hat freundliches, hilfsbereites Personal. Ich denke, wir haben hier einen ziemlichen Glücksgriff gelandet, denn es war ziemlich günstig und man war in 10-15 Minuten zu Fuß in der Innenstadt. Alles gut. Außer, dass es beim Frühstück kein Nutella gab. Für M. ein absolutes No-Go. Am nächsten Morgen stiefeln wir in einen ICA Supermarkt und kaufen ein Glas (36 Kronen…). Der Tag muss halt entspannt starten. 🙂

Wir hatten ein paar fantastische Tage in einer unglaublich schönen Stadt! Stockholm ist mit seinen vielen Inseln zwar etwas unübersichtlich wie ich finde, aber dennoch einfach ausnehmend hübsch. Und schon am ersten Abend gab es einen Granaten-Sonnenuntergang, der uns zum seuftzen gebracht hat.

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Nee, was schön. Unser Viertel Södermalm hat uns auch prima gefallen. Es ist ziemlich hügelig, dafür hat man von hier oben aber auch einen fantastischen Blick auf die City.

Auf dem Weg von Södermalm in die Stadt...und es geht abwäääärts
Auf dem Weg von Södermalm in die Stadt…und es geht abwäääärts
Södermalm - so schön
Södermalm – so schön

Unser erster Weg führt uns zur Gamla Stan, dem Stadtkern. M. singt „Oppa Gamla Stan“ auf die Melodie von Gangnam Style und ich lach‘ mich schlapp. Die vielen schmalen Gässchen sind superhübsch und das ganze Viertel ziemlich malerisch, wenn auch gesäumt von Souvenirshops.

"Oppa Gamla Stan"
„Oppa Gamla Stan“

Wir sind bezaubert von den vielen Cafés und genehmigen uns ein unfassbar leckeres Stück Schokokuchen und ein Glas Milch. Sind wir wild, oder was?

Das Draufgänger-Menü
Das Draufgänger-Menü

Nur wenige Schritte weiter sehen wir das Postkartenmotiv schlechthin. Die bunten Häuser am Stortorget, einem ehemaligem Marktplatz.

Für die Postkartenansicht knipsen Sie bitte jetzt
Für die Postkartenansicht knipsen Sie bitte jetzt

In unserem Reiseführer stand auch etwas von einem Runenstein, der dort ganz in der Nähe zu finden sein soll. Wir haben drei Tage gebraucht, um ihn zu entdecken. Sind dafür aber unzählige Mal an dem Dingen vorbei gelatscht.

Runenstein
Runenstein

Immer wenn wir erzählten, dass wir nach Stockholm fahren, hieß es: „Dann MÜSST ihr ins Vasa-Museum!!“ Himmel, wie oft uns das entegegen geschmissen wurde. OK, wir waren da. Es war super.

Im Vasa Museum
Im Vasa Museum

Die Vasa (nicht zu verwechseln mit dem Wasa-Knäckebrot) ist ein Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert, dass es bei seiner Jungfernfahrt keine 1500 Meter weit gebracht hat, bis es versank. Es war einfach zu schwer, beziehungsweise war es nicht richtig konstruiert. Es ist fantastisch erhalten und man es sich aus mehreren Ebenen anschauen. Das ist sehr interessant.

vasa
Von der 3. Ebene (von sechs) angeschaut

Wir haben Stunden darin zugebracht. Kurz haben wir auch mit einem Besuch im Abba-Museum geliebäugelt, aber der Eintritt hat umgerechnet über 20 € gekostet, das war es uns, die wir auch keine großen Abba-Fans sind, nicht wert.

abba museum
Abba – die Gelddruckmaschine

Die Tickets kann man dafür übrigens nur online kaufen, nicht an der Kasse und der Merchandise-Wahnsinn da ist die Hölle.

Honey honey, let me feel it, ah-hah, honey honey Honey honey, don't conceal it, ah-hah, honey honey
Honey honey, let me feel it, ah-hah, honey honey
Honey honey, don’t conceal it, ah-hah, honey honey

Die Pop-Helden begegnen einem in der Stadt natürlich auch öfter:

Die armen Jungs...so klein
Die armen Jungs…so klein

Als wir so durch die Stadt spazieren stolpern wir auch in das Spektakel der Wachablösung. Ich kann so etwas ja nie wirklich etwas abgewinnen und Uniformen lassen mich auch absolut kalt. Naja, soviel dazu.

Und rechts! Und links! Und Musik! Und ein Schloss im Renovierungsmodus.
Und rechts! Und links! Und Musik! Und ein Schloss im Renovierungsmodus.
So sieht das Schloss von der anderen Seite aus
So sieht das Schloss von der anderen Seite aus

Wir sind über die Osterfeiertage vor Ort und das macht sich in der Stadt auch bemerkbar:

ein erschöpfter Osterhase im Park
Ein erschöpfter Osterhase im Park

Als wir am Ostersonntag auf dem Weg in die City sind finden wir auf der Brücke zwei, hinter eine Laterne versteckte, Überraschungseier.

Was für ein Fund!
Was für ein Fund!

Wir nehmen sie mit und essen sie später. Ob da jetzt irgendwo ein Kind weinte, weil wir das Osterkörbchen geschrumpft haben? Ich hatte einen Pinguin (aus Madagaskar) drin und M. einen Drachen, der zugleich auch ein Malstift war (woooow!).

Stockholm ist sehr, sehr hübsch, wenn auch durch die ganzen Inseln etwas zerklüftet und unübersichtlich. Das viele Wasser sorgt aber für ein angenehmes Flair!

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Wir sind von der Stadt schnell begeistert!

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Etwas schade ist, dass wir die Royals nicht gesehen haben. Zumindest nicht leibhaft:

Die Vicky und der Daniel...
Die Vicky und der Daniel…

Hej då Stockholm, es war nett dich kennengelernt zu haben. Wiedersehen nicht ausgeschlossen!

13 Gedanken zu “Reisebericht Stockholm

  1. Wow, jetzt will ich auch nach Stockholm!!! Toller Bericht mit traumhaften Fotos und – wie immer – herrlichen Kommentaren! 🙂 (Und, hej, der Schokokuchen sieht verdammt lecker aus!)

    Off-topic: Hast du jetzt eigentlich das Foto-Shooting deiner Wahl bekommen? Mit BC am Ende?

    1. Merci.
      Jip, habe das mit BC in der Sherlock-Kulisse bekommen. Ich frage mich ja, ob das wirklich klappt, oder ob er kurzfristig absagt, weil er Papa wird. Ein Spiel gegen die Zeit! 🙂

      1. Jetzt bin ich aber schon MEGA-NEIDISCH!!! Trotzdem 😉 drücke ich dir die Daumen, dass das Wochenende nicht mit der Geburt seines Kindes kollidiert! Oh, da bin ich ja gespannt auf das Ergebnis des Fotoshoots – kann ich mir ja sicher spätestens an Pfingsten bei dir ansehen. 🙂

      2. Ich prophezeie ein Foto mit einem blendend aussehendem Cumberbatch und einer kleinen Frau, die unter seiner Achsel hängt, mit rotem, fleckigem (die Aufregung!) Gesicht, die sich bei betrachten des Fotos immer wieder sagt: „Diese Haare!!! Ich hasse mein Haare! Und was mache ich denn für ein Gesicht?? Wie sehe ich denn aus, Mensch?“

      3. 😀

        Ach, wird schon werden! *tätschel* Das Ergebnis ist ja letztlich weniger wichtig als das Erlebnis vor Ort. 😉 Finde es ja schon toll, dass das in einer Sherlock-Kulisse statt findet.

  2. Hej, tolle Bilder. Sehe ich das richtig, dass ihr gar nicht im Freilichtmuseum Skansen gewesen seid? Nun gut, es gibt schönere Tage um sich das mal anzuschauen, vor allem wenn alles blüht, aber auch an „usseligen“ Tagen ist es, wenn man genügend Zeit hat, einen Besuch wert.

    Das die Royals nicht zu sehen waren, liegt daran, dass das „Kungliga slottet“ nur das Arbeitsschloss ist. Das Königspaar lebt auf Drottingholm (vom Stadshuset kann man in den Sommermonaten mit dem Boot aus dorthin fahren), das Kronprinzenpaar lebt auf Haga, dort kommt man u.a. mit dem Bus (Norra Haga) hin, dort ist auch das Fjärilshuset angesiedelt.

    Kleiner Tipp was das Einkaufen in Stockholm betrifft, Coop und Willys sind oft sehr viel billiger als ICA. Abraten würde ich einfach aus persönlichen Gründen bei Lidl zu kaufen.

    Für die Übernachtungen (ich weiß nicht was ihr genau bezahlt habt) kann man auch immer recht gut bei STF buchen. Da kommt es ein bisschen auf die Lage an, wie viel man so in der Nacht zahlt. Auf Kungsholmen, gibts das Einzelzimmer ab 550,- SEK, das Doppelzimmer ab 650,- SEK und man ist sehr zentral. Das STF Långholmen kann ich persönlich nicht empfehlen, auch wenn es einen gewissen Charme hat in einem alten Gefängnis zu wohnen. Viel zu teuer und wenn man sich nicht sehr gut dort auskennt, verzweifelt man an Bus- und U-bahn Fahrplan. Zudem muss man von der letzten Haltestelle aus doch recht weit laufen – nicht sehr praktisch, wenn man schweres Gepäck oder eine umfangreiche Kameraausrüstung dabei hat. Die Hostelschiffe sind auch bei vielen Leuten beliebt, meine Sache sind die aber nicht, da es wirkliche Nachtruhe nicht gibt und die Rezeption nicht immer besetzt ist.

    So nun aber genug, sonst schreib ich hier noch einen ganzen Reiseführer. 😉

    Okay, eine Ergänzung noch: die schönste Zeit um Stockholm zu sehen ist Juni, September und die Zeit um den 13. Dezember. 😉

    1. Skansen – ich bin gar kein Freund von Zoos und da gehören doch auch Tiergehege dazu, nicht? Das mag ich nicht. Interessant zu Handwerk und Folklore wäre es gewesen, kann ich mir vorstellen, hat aber auch zeitlich einfach nicht mehr rein gepasst.
      Das mit den Royals war nur ein Scherz…:-)
      Für unser Zimmer haben wir weniger als 550 SEK bezahlt.
      Das mit den Hostelschiffen hatten wir mal angedacht, weiß gar nicht mehr, warum wir das nicht gemacht haben.
      Wenn du dich so gut auskennst, was wäre dein Tipp außerhalb Stockholms?

  3. Achsooo, meist nur Großstockholm (Täby, Österskär, Saltsjöbaden, …), da bin ich seit knapp 9 Jahren unterwegs. Irgendwann werd ich mal in den hohen Norden gehen. 🙂

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