Reisebericht Kreta Teil 5: Samaria-Schlucht

Dafür stehen wir um 5 Uhr auf. Uah! Dann kommt nämlich der Bus, der uns in die weißen Berge fährt.

Sonnenaufgang

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Von der Omalos-Ebene soll es losgehen.

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Es erwarten uns 17 Kilometer Wanderung. Doch erst einmal geht es 1237 Meter hinab. Und das über jede Menge Steine. Große, kleine, gewaltige, eckige, runde, raue, glatte. Mitunter ein echtes Gerutsche. Man muss die ganze Zeit sehr konzentriert sein und auf den Weg achten, damit man nicht hinfällt und den Berg hinabpurzelt. Mit fotografieren war dann nicht mehr viel.Ich habe nach 2 Stunden nur noch gedacht „Jetzt reicht’s aber mal langsam, irgendwann muss man doch mal unten ankommen!“ Eine gute halbe Stunde später war es dann soweit. Dann ging das Gestiefel los. Der Weg geht jetzt nicht mehr so auf die Knie, aber wirklich weniger anstrengend ist es nicht. Ich starre immer wieder auf den Zettel, den uns der Tourguide Gunter für die Wanderung gegeben hat. Nach guten 3 Stunden habe ich keine Lust mehr. Wir sind aber erst bei Punkt 8 oder 9 von 14. Ach du Schande. Ich freue mich, als wir das verlassene Dorf Samaria erreichen und dort verschnaufen.

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Aber bloss nicht zu lange sitzen, sonst kommt man gar nicht mehr hoch, außerdem müssen wir ja das Schiff nach Sfakia erreichen, wo der Bus nach Hause wartet. Also weiter. Das furchtbarste Stück, das mich fast zum Heulen bringt, ist ein seeeeehr langes. Es geht durch die Schlucht, der Weg sieht aus wie ein ausgetrocknetes Flussbett. Es gibt keinen Schatten und wo es auf dem bisherigen Weg sonst öfter Möglichkeiten gab, sich seine Wasserflasche an Rastplätzen oder im Fluss nachzufüllen, ist auf dieser Etappe NICHTS. Absolut nichts. Die Sonne knallt auf mich herab, ich habe Durst und bin erschöpft vom Gekraxel. Das ist echt schlimm. Dann kommt endlich der nächste Rastplatz. Im Schatten. Mit Wasser. Hallelujah! Unsere Stimmung ist da ziemlich angespannt. Wir sind verschwitzt und unsere Füße brennen, genau wie unsere Gesichter. Noch einmal auf und wir kommen an den berühmten engen Teil der Schlucht (nur ca. 3 Meter breit) und sind dann auch endlich am Ende.

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Am Ausgang steht der Shuttle bis zum Dorf Agia Roumeli (Treffpunkt unserer Gruppe) sei nur noch 200 Meter entfernt. Pustekuchen! Wenn das 200 Meter waren bin ich 4,80m groß! Aber dann sind wir endlich da, warten auf den Bus, der uns für 1,50€ in das Dörfchen fährt. Manche Angeber ( 🙂 ) laufen noch ins Dorf. Wir nicht. Jeder Schritt ist nach diesen 5,5 Stunden ein Schritt zu viel! Wir essen im Örtchen eine Kleinigkeit (das unleckerste vegetarische Gyros meines Lebens) und trinken etwas Kaltes. Zu viel mehr sind wir nicht in der Lage.Eine Stunde dämmern wir auf der Fähre vor uns hin, bevor dann in unseren Bus steigen können.

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Am nächsten Morgen hieven wir unsere steifen, harten Waden zum Frühstück und ernten mitleidiges Gelächter. Immerhin haben wir uns bei der Wanderung nichts gebrochen (wie andere an dem Tag, wie der Tourguide berichtet).

Man soll ja anschließend so stolz auf sich sein, sagte man mir. Hat sich bis dato nicht eingestellt. Es war einfach eine echte Ochsentour für uns Couchpotatoes! Aber landschaftlich super!

Dies war mein letzter Beitrag zur Kreta-Reise. Diese Insel ist wunderschön und perfekt, weil sie alles bietet, was man im Urlaub nur will: Kultur, Entspannung, super Wetter, Meer, Berge, vielfältige Freizeitmöglichkeiten, nette Leute. P-E-R-F-E-K-T!

Teil 1: Agia Galini

Teil 2: Preveli

Teil 3: Phaistos & Knossos

Teil 4: Chania, Rethymnon & Heraklion

5 Gedanken zu “Reisebericht Kreta Teil 5: Samaria-Schlucht

  1. Hallöchen,
    das war ein toller Reisebericht! 🙂
    Macht Laune, die Insel mal auf eigene Faust zu erkunden. Ob ich allerdings dann die 17 km -Wanderung schaffe, sei mal dahingestellt! 😉
    Viele Grüße

    1. Dankeschön. Ich kann Kreta nur empfehlen und die Kosten für die Reise waren auch sehr überschaubar!
      Die Wanderung…oh Mann, das war was…aber ich bin auch Bürotrutsche. Wer nur etwas aktiver ist als ich und das dürfte nicht schwer sein, für dn ist das bestimmt nicht ein solche Tortur…:-)

  2. Oh, oh, und ich hatte dir die Samaria-Schlucht ja noch empfohlen! 😉 Ich war damals auch ganz schön fix und fertig danach, allerdings – ähem – erst Anfang 20. Mir ging’s ja damals dann auf dem Schiff kreislaufmäßig gar nicht gut, ein Stückchen Traubenzucker hat damals Wunder gewirkt.

    Danke für deine schönen Berichte – hat richtig Lust darauf gemacht, mal wieder dahin zu fliegen…

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