Ruhrtriennale: Nomanslanding

Ich liebe ja die Ruhrtriennale (Nachzulesen hier, hier, hier oder auch hier) Wenn die Veranstaltungen nur nicht so teuer wären und man nicht durch das halbe Ruhrgebiet fahren müsste…ich würde viel mehr mitmachen. Hätte, hätte, hätte….sitzt auf der Toilette und zieht an der Kette.

nomanslanding

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Das Programm ist immer spannend und die Gratis-Kunst-Erlebnisse sind immer toll. So auch „Nomanslanding“.

Im Hafenbecken des ehemaligen Ruhrorter Eisenbahnhafens liegt die Installation „vor Anker“. Die Besucher werden von einer Uferseite auf die andere geleitet, durch eine Flüsterkuppel hindurch. Zuerst bekommen wir rote Schwimmwesten um, wir gehen ja schließlich aufs Wasser.

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Dann laufen wir über einen Steg in die Kuppel und nehmen auf den Bänken Platz. Die Kuppel ist halbiert. Von Wasser getrennt sitzen uns andere Gäste in blauen Schwimmwesten in der anderen Hälfte gegenüber.

nomanslanding

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Schon bald fliegen uns Wortfetzen um die Ohren: „Can you hear me?“ Dann setzt sich die Kuppel in Bewegung. Ganz langsam. Die Geräuschkulisse wird immer lauter, es brummt und rauscht während die Sonne und das Wasser verschwinden. Dann sind beide Hälften zusammengeführt und es ist stockfinster. Wieder gibt es kleine Versatzstücke vom Band auf englisch und deutsch. Dann singt eine Frau. Live. Das hat mir sofort eine meterdicke Gänsehaut verschafft. Mit einer Grubenlampe wandelt sie umher und taucht den Raum in ein gespenstisches Licht während ihr Gesang umherrflirrt. Im Refrain heißt es immer wieder „spare us your tears“ – erspar uns deine Tränen. Ich bin berührt. Dann singt sie den letzten Ton und danach werden wir gebeten uns zur Wand herumzudrehen und in diese hineinzuflüstern? Aus dem Off flüstert es vom Band „Can you hear me? Do you have a voice?“ Die anderen Besucher ziehen mit: „Kuckuck“, „Hallo“ oder „Ist da wer“  nach. Es raschelt durch den Raum. Ich bin da allerdings gehemmt. Danach wechseln wir die Seiten und verlassen den Raum auf der gegenüberliegenden Seite von der wir eingetreten sind. Wir geben die Schwimmwesten ab, gehen über die Brücke und verlassen das Hafenbecken.

nomanslandingVon oben hinab können wir sehen, wie die Kuppel wieder auseinanderfährt.

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Wer das auch mal mitmachen möchte: Das ist noch bis zum 13. September möglich, der Eintritt ist frei. www.ruhrtriennale.de

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