Reisebericht Rumänien: Transsilvanien und Dracula

Uuuuh, Transsilvanien. Dunkel, schaurig, geheimnisvoll. Oder eher: Wie bei Oma im Schwarzwald.

Wir haben eine 2-Schlösser-Tour gebucht, die uns zum Schloss Peles und zum Schloss Bran in Siebenbürgen (dem *hust* Dracula-Schloss) bringt. Auf dem Weg hat Tourguide Gabriel jede Menge Infos zu Land und Leuten, das höre ich immer gern.

Peles

Das Schloss ist wirklich sehr hübsch.

peles

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peles

Es ist nicht besonders alt und sein Schlossherr (ein gewisser von Hohenzollern, die Monarchen ey…alle miteinander verwandt, verbandelt, wer blickt da eigentlich durch?) hatte jetzt auch einen ziemlichen Allerweltsgeschmack. Außer was Waffen (bäh!) angeht natürlich. Es regnet ein bisschen an diesem Morgen und Nebelwolken hängen über den Bergen (den Karpaten). Das sieht super aus!

peles

Wir machen einen Rundgang durch die edlen Räume und ein wenig durch den Garten. Man kann schlechter wohnen, wirklich. Allein die Aussicht ist super. So grün. Und Berge sind generell fantastisch!

peles

Brasov

Nach der Besichtigung fahren wir in ein wunderschönes Städtchen namens Brasov, ehemals Kronstadt genannt. Die Gassen und Häuser sind sehr hübsch und auch die schwarze Kirche ist interessant. Leider haben wir hier nur wenig Zeit für einen Aufenthalt. Gerne wären wir länger dort geblieben.

brasov

brasov

brasov

brasov

brasov

In einem Restaurant haben wir auf der Toilette eine kleines „WTF??“-Erlebnis, als wir die sexistischen Bilder an den Wänden sehen. Auf der Männertoilette fotografiert M. die nackten Damen, die dort mit breit gespreizten Beinen Einblicke bieten. Neugierig, was die Damen erwartet, gehe ich auf die Frauentoilette. Noch bessere Bilder hier. Da kriegt die nackte Madame nämlich gerade mal von einem Mann schön eine geschallert. Was ist da denn los??

brasov

„Dracula-Schloss“ Bran

  1. Es gibt keinen  Dracula. 2. Das Schloss, das Bram Stoker beschreibt, gab es nie. 3. Willkommen im Marketing-Land.

Unser Tourguide sagt es mehrfach und es ist uns auch klar: Vampire sind ein Mythos und Bram Stoker hat historische Figuren (Vlad Tepes) und Mythologie (Strigoi, Moroi) zusammengemischt und seine berühmte Geschichte daraus gesponnen. Legitim. Ich finde es auch legitim, dass ganze für den Tourismus zu nutzen. Dafür wurde ein Schlösschen, dass dem im Buch beschriebenen Ort nahe kommt, ausgewählt und nun als Draculaschloss verkauft.

bran

bran

bran

Ich finde aber auch, wenn man das macht, dann richtig. Statt dessen findet sich ein einsames Vlad Tepes Bild (mit Genealogy) und drei Schautafeln zum Thema „Dracula im Film“ in dem Gebäude.

dracula

Das könnte man schon attraktiver machen. Und rund um das Schloss gibt es Souvenirs. Aber keine Vampirzähne, Holzpflöcke, Bluttrank oder so. Nein, einfacher Trödel. So richtiger Ramsch. Nunja. Das Schloss an sich gefällt uns dennoch ganz gut, auch wenn es NULL Dracula-Vibe hat. Schadebran

bran

Die Tour fanden wir gut, auf der Rückfahrt lief dann der derbste 90er-Euro-Trash-Dance-Mix (Snap, Mr. President, DJ Bobo etc.) im Bus, der so hinreißend schlecht war, dass wir da ziemlich drauf abgefeiert haben. M.: „Letzte Reihe – Partyreihe!!“ Wir hatten ein vollgestopftes Programm, das unsere Köpfe gefüllt hat. Was ich mit am meisten genossen habe: Die Landschaft. Transsilvanien bedeutet soviel wie „Das Land jenseits des Waldes“ und die Berge, Täler und Wälder waren immer wunderschön anzusehen. Gerne hätte ich eine eigene Fahrt durch diesen Landstrich gemacht. Dazu kam es bei unserem Urlaub aber leider nicht mehr. 

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