Review: The Dazzle mit Andrew Scott (vorweg: super war’s!)

Andrew Scott hat es schon wieder getan! Er hat mich begeistert! Letztes Jahr sah ich ihn in „Birdlandund habe es geliebt. Nun durfte ich ihn in „The Dazzle“ erleben und es hat mir sogar noch besser gefallen, was vielleicht auch am intimen Rahmen gelegen hat.

In Soho auf der Charing Cross Road findet sich das pop up theatre „Found 111“, in einem ranzigen Gebäude.

found 111

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71 Stufen muss man nach oben steigen und landet erst einmal in einer kleinen Hipster-Bar (= retro shabby chic und fancy drinks). Wir genehmigen uns etwas Flüssignahrung und dann geht es in das kleine Studio. Gerade mal 100 Leute gehen hier rein.schätze ich. Wir sitzen in der ersten Reihe. Die Szenerie vor uns erweckt den Eindruck einer kleinen vollgestopften Wohnung: Ein Flügel, ein Stuhl, eine Couch und jede Menge…nunja…Krempel.

found111

(Es folgen Spoiler)

Das Stück handelt von den Brüdern Langley (Scott) und Homer Collyer (David Dawson). Langley ist ein brillianter Pianist. Er lebt in seiner eigenen Welt und ist besessen von pedantisch in seiner Hingabe zu Musik und klaren Worten. Homer kümmert sich aufopfernd um seinen Bruder. Die Brüder sind arm und werden von den nachbarn argwöhnisch beäugt und später auch gemobbt. Mit Milly Ashmore (Joanna Vanderham), einer reichen Society-Lady scheint sich das Blatt zu wandeln. Sie ist in Langley verliebt und will ihn heiraten. In letzter Sekunde scheut dieser jedoch vor dieser Verbindung zurück. Von nun an geht es bergab: Nicht nur igeln sich die Brüder in ihrem Haus immer weiter ein (und sammeln immer weiter Dinge an und leben nahezu ein Messie-Dasein) und verlieren sie den Kontakt zur Außenwelt. Auch Milly wird danach von der Familie verstoßen (ihr Schicksal ist derart deprimierend, das war alles schwer zu ertragen). Sie trifft erneut auf die Brüder und in einem letzten Versuch Glück und Zufriedenheit zu finden, entscheiden sich Milly und Homer zu heiraten. Da Schicksal will es jedoch anders und Milly stirbt an Tuberkulose.  Die Brüder haben nur sich und ihr vollgestopftes Haus. Diese Co_abhängigkeit macht es ihnen unmöglich aus diesem Leben auszubrechen. Das Stück endet mit Homers Ableben und Langleys ungewisser Zukunft allein.

(c) Marc Brenner/ whatsonstage
(c) Marc Brenner/ whatsonstage

Auch wenn es sehr bedrückend klingt und auch war – wir haben viel gelacht. Gerade David Dawson war umwerfend komisch. Er ist eine echte Entdeckung für mich. Auch Joana Vanderham war prima. Das Trio war wirklich superb. 

So nah am Geschehen zu sitzen gab dem ganzen eine Intimität, die der klaustrophoben Enge im Haus der Brüder zugespielt hat.

Das Stück läuft noch bis zum 30. Januar und ich kann es unbedingt empfehlen!! Mein Ticket hat nur 10 Pfund gekostet.

Andrew Scott ist übrigens ein totales Zuckerhasi. Der war so entspannt an der „Stage Door“. Für jeden gab es nette Worte, Autogramme und Fotos. 

andrew scott

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3 Gedanken zu “Review: The Dazzle mit Andrew Scott (vorweg: super war’s!)

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