Gesehen: Sherlock: the Abominable Bride

OK first things first: Das Special hat mich hungrig gemacht. Unglaublich hungrig. Ich will mehr Sherlock!! Wie kriegen Moffat, Gatiss und Co das immer hin? Mich immer wieder zu verblüffen, bzw. zu begeistern. Es ist augenscheinlich: Mir hat das Special wirklich gut gefallen.

Dieser Text ist voller Spoiler. Weiterlesen auf eigene Gefahr. Mein Kopf schwurbelt immer noch ein bisschen von dem Ganzen, ich schreibe also hier nur meinen ersten Eindruck runter.

TAB

Sherlock auf der großen Leinwand – das hat was. Meine Begleitungen waren keine Sherlock-Schauer und vom ganzen absolut überfordert und die Extras, die mir ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberten kamen bei ihnen auch nicht so gut an („Wird da jetzt jeder Schauspieler interviewt??“ – „Ich hoffe doch.“ „Oh Nein!“). Ich allerdings hatte einen sehr vergnügten Abend.

Natürlich ist diese Folge sehr vertrackt, wir springen zwischen der viktorianischen Zeit und der Gegenwart hin und her. Dass wir uns die ganze Zeit in Sherlocks Mind Palace befinden war jetzt nicht die große Überraschung und der große Clou, denn wie anders will man diesen „Zeitsprung“ erklären. Die ganze Episode ist Sherlocks Versuch das Moriarty-Mysterium zu lösen und das ist unser Glück, denn wir haben den fantastischen Andrew Scott zurück. Zumindest für das Special, denn er ist ja tot. Oder doch nicht. Das wird natürlich schön offen gelassen. Staffel 4! Jetzt!

Sherlock nutzt einen Fall aus dem 19. Jahrhundert, wo es um eine mörderische Braut geht, die sich selbst tötete, aber augenscheinlich nach ihrem Ableben weiter Männer mordete, um daraus abzuleiten wie Moriarty überleben konnte. Sherlock lässt seine gesamte Zeit seit John Watson in sein Leben trat, in seinem Mind Palace Gedankenexperiment Revue passieren. So werden abgeschlossene Fälle wie der Hund von Baskerville erwähnt. Auch tauchen bekannte Gesichter auf wie Janine oder auch Irene „The Woman“ Adler (leider nur am Rande). Es lohnt sich diesen Film mehrfach zu sehen, denn nachdem aufgelöst wurde, dass alles im Mind Palace spielt, ist klar, dass wir so sehen, wie Sherlock sein Umfeld wahrnimmt. Er zeigt uns einen sehr bissigen Watson, der sich in einer wackligen Ehe befindet und einfach „hot“ ist. Sorry, aber auch diese Folge hat wunderbare Johnlock-Momente. Mycroft sorgt in seiner Fettleibigkeit für Lacher, bevor er mich später, in der Gegenwart, zu Tränen rührt in seiner Besorgnis um seinen Bruder. Die Frauenrollen fand ich ziemlich gut. Es sind alles starke Frauen, die wir sehen. Molly Hooper in ihrer männlichen Aufmachung war ein Genuss zu sehen. Auch die Haushälterin der Watsons war ein Knaller. Sherlock schätzt also starke Frauen. 

Ich werde mir die Folge definitiv bald noch einmal ansehen (DVD ist bestellt), denn da ist soviel Meta drin, das wird die Fans noch eine Weile beschäftigen.

Yeah’s & Meeh’s

Meine Lieblingsszene ist natürlich die am Reichenbach-Wasserfall mit Sherlock, Moriarty und JOHN WATSON. Martin Freeman ist einfach eine derartige Granate. Ich finde ihn soooo fabelhaft. 

Amanda Abbington war auch ziemlich gut, dabei will ich ihren Charakter einfach nicht mögen.

Großartig war auch das „Sex“-Gespräch zwischen Watson und Sherlock. Hahaha, wie sich der Meisterdetektiv da gewunden hat.

Was mich nervte waren die ständigen „Bildkippereien“. Das ist ein Effekt, den man vielleicht mal bringen kann, aber doch nicht so oft. Das hat mich an schlechte PowerPointPräsentationen erinnert.

Am Reichenbach Fall merkt man deutlich, dass die Szene nachsynchronisiert wurde.

Außerdem kann ich nicht glauben, dass Sherlock am Ende der 3. Staffel auf dem Rollfeld high war.

Fazit

What a ride! Der Sherlock Super-Mix in 90 Minuten. Ich finde, der Dreh  mit dem viktorianischen Mind Palace hat funktioniert. The Abominable Bride ist lustig, spannend und vielschichtig. Wie immer hervorragend gespielt und inszeniert.

Der Cast hatte wohl eine Menge Spaß, was immer gut ist. Folgendes Bild gab’s nach der Ausstrahlung:

sherlock twitter account

Ich will mehr Sherlock!

more sherlock

 

 

5 Gedanken zu “Gesehen: Sherlock: the Abominable Bride

  1. Zu den ersten Sätzen direkt: Geht mir genauso!
    Und ich hätte es auch so unglaublich gerne im Kino gesehen…
    Und dann eben Moriarty, dass dass alles von Sherlocks Perspektive ist, die ganzen Johnock-Anspielungen (naja, was heißt Anspielungen, so direkt wie es da ja teilweise war :D), Mycroft in dick und Mycroft super besorgt, die Haushälterin, Mary, Molly, …
    bei deinen Yeah’s & Meeh’s kann ich dir auch nur vollkommen zustimmen, du sprichst mir quasi aus der Seele. 😉 Nur das mit dem Nachsynchronisierten habe ich so beim Schauen nicht gemerkt.

  2. Dir hat es also auch gefallen? Es gibt ja einige Stimmen, die fanden das Special nicht so gut. Ich liebe es, wie mich die Macher immer überraschen und mit wie viel Liebe zum Detail sie arbeiten. Ich bin da sehr dankbar.

  3. Also, ich habe jetzt gestern auch das Special gesehen und bin nicht ganz so begeistert. Ja, es hat mir schon gefallen, aber so der ganz große Wurf war es für mich nicht. Da gibt es Folgen, die mich mehr begeistert haben. Kann momentan noch nicht so recht sagen, warum. Vielleicht hat mich auch nur Watsons Schnauzbart zu sehr irritiert… 😉

    ABER: Moriarty! Allein als ich das erste Mal nur seine Stimme hörte… ❤ Andrew Scott ist einfach soooooooooooooooooooooooo gut! Für mich waren seine Auftritte DAS Highlight in der Folge. Mann, nächstes Mal, wenn er Theater spielt, MUSS ich hin, verflixt nochmal. I absolutely adore him!

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