Billy McCarthy – Dildos, Drugs, Death and Dresses

Ich habe es an anderer Stelle schon einmal erwähnt (hier und hier): Ich bin Augustines Fan. Billy McCarthy ist ein gutes Rampenschwein. Jip, das ist ein Kompliment. Nun ist er gerade auf Solopfaden unterwegs. Er spielt dabei Augustines-Songs und erzählt aus seinem Leben (und was für eines, so ein Tramp), dazu gibt es begleitendes Bildmaterial. Eigentlich, denn bei uns fiel der Laptop aus. „Use your imagination“ hieß es dann. Besser nicht, denn was er so erzählte, möchte ich mir gar nicht weiter ausmalen. Für so einen wilden Abend fuhren wir sogar nach Münster. Unterhalb der Woche! Mit Konzertbeginn um kurz vor 22:00 Uhr! Mit 6:00 Uhr aufstehen am nächsten Tag! So hardcore!

mccarthy

Natürlich kann ich nicht sagen, was von dem Erzählten nun so stimmt, aber mein lieber Scholli, was McCarthy da alles so auf den Tisch wirft – das reicht ja für mehrere Leben. Er berichtet (stilecht mit Fluppe im oder Rotweinglas am Mund) von seiner Jugend in einer kalifornischen Kleinstadt („On the left cows on the right horses“ | „There was nothing but Football and Jesus“). Er wächst in Armut in einem Trailerpark auf, die Mutter ist alkoholkrank, der Bruder wird kriminell, der Vater hat sich aus dem Staub gemacht. Er hat verschiedene shitty jobs, unter anderem in einem Bagel-Laden („I was the worst employee ever, I just traded Bagels for Weed“), wo er überfallen wird und man ihm eine Schrotflinte an den Kopf hält. Dort wird er gefeuert, weil er daraufhin  nicht mehr in den Abendstunden arbeiten möchte. Kurz danach wird ein befreundeter Arbeitskollege erschossen. McCarthy trampt durch die Gegend und ist schließlich Straßenmusikant in Australien. Hier trifft er eine Frau, die ihm Unterkunft bietet, dafür aber kinky Sexspielchen (hier kommt der im Titel erwähnte Dildo zum Einsatz) abverlangt. Und dann, „after being sodomized“, kommt er nach Europa und tingelt sich so durch, bis er in die USA zurückkehrt. Es folgt die Geschichte, wie er seinen Bruder im Gefängnis besuchen will. Er wird nicht zu ihm gelassen, weil er in Blau gekleidet ist, denn das ist die Farbe der Gefangenenklamotten. Er ruft einen Freund an („He’s actually gay, but he’s married. And his wife is pregnant…“), der ist gerade auf dem Weg zur Arbeit und hat nur noch ein rotes Umstandskleid im Auto. Das wirft McCarthy sich über und es passt ihm in seiner schmopsigen Statur nicht und es sieht aus wie ein crop top, das nicht mal bis zu seinem Bauchnabel reicht. Meine Güte, das sind aber auch Stories! Ob sie wahr sind oder nicht – sie sind auf jeden Fall unterhaltsam. Er endet damit, dass er nach New York gegangen ist und dort auf seine heutigen Bandkollegen traf und jetzt ist alles gut. 

mccarthy

Seine Geschichten sind wie seine Lieder – man lacht, bzw. tanzt zu ihnen, aber wenn man hinhört sind sie sooo traurig. Ein Beispiel ist mein Lieblingslied „Now you are free“:

Ya gotta let go

Let go of all your ghosts

Ya gotta let go

Or more will come around

All right, now go easy on yourself

All right, now you are free

Ya gotta let go

Let go of all you lost

Ya gotta let go

Maybe hope will come around

All right, now go easy on yourself

All right, now you are free again

Stay help take these shadows off me

Stay here all night

Nothing’s easy or comes soft ya know

When something’s gone that’s so phenomenal

If I’m wrong then it’s all right

What am I runnin from

What am I runnin from

What am I runnin from

Myself and everyone

Let Go

Let go of all your ghosts

Ya gotta let go

Or more will come around

All right, now go easy on yourself

All right, now you are free

Stay help take these shadows off me

Stay here all night

Nothing’s easy or comes soft ya know

When something’s gone that’s so phenomenal

If I’m wrong then it’s all right

What am I runnin from

What am I runnin from

What am I runnin from

Myself and everyone

Let go

Let go of all you lost

When ya comin home?

I know you’ll come around

All right, now go easy on yourself

All right, now you are free

Stay help take these shadows off me

Stay here all night

Nothing’s easy or comes soft ya know

When something’s gone that’s so phenomenal

If I’m wrong then it’s all right

What am I runnin from

What am I runnin from

Myself and everyone

Gesungen klingt es so:

„I can tell by looking at you that you’re thinking ‚What a weird evening‘! Well it’s a McCarthy evening…“

Als Prädikat ist das besonders wertvoll!

mccarthy

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