Mein Letters Live triple pack

(c) Philipp Volker www.instagram.com/p/BC45-kHlI02/?taken-by=philipvolkers
(c) Philipp Volkers /www.instagram.com/p/BC45-kHlI02/?taken-by=philipvolkers

Weil es mir letztes Jahr so gut gefallen hat, war ich ganz entzückt, dass das Lese-Event auch dieses Jahr stattfindet. Ich habe mir drei „Shows“ anschauen können und bin erneut begeistert. Natürlich ist die Freemason’s Hall die halbe Miete, es ist einfach eine unfassbar schöne Location. Ich war Freitag, Samstag und Sonntag vor Ort (ich bin verrückt, ich weiß). Einmal sitze ich im Balkon, zweimal unten. Einmal am Künstlereingang und einmal in der ersten Reihe. Wie wunderbar!

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Was Letters Live so attraktiv macht, ist das simple aber grandiose Konzept Briefe vorzutragen. Das funktioniert so gut, weil diese Briefe in ihrer Unterschiedlichkeit eines gemeinsam haben: sie sind zutiefst menschlich. Sie sind lustig, traurig, erschütternd, hoffnungsvoll. Kurzum: die vorgelesenen Worte berühren. Sehr.

Wenn dazu noch Menschen, die es gelernt haben, ihre Stimme richtig einzusetzen, diese Wort vorlesen, ist das ganze nochmal so gut.

Ich konnte an diesen Abenden folgende Talente erleben:

Benedict Cumberbatch

Louise Brealey

Jude Law

Carey Mulligan

Bob Geldof

Juliet Stevenson

Oscar Isaac

Toby Jones

Hanif Kureishi

Tom Hollander

Shappi Khorsandi

Sarah Snook

Danny Boyle

Caitlin Moran

David Nichols

Simon McBurney

Jeremy Paxman

Geoffrey Palmer

Ferdinand Kingsley

Miriam Margolyes

Maureen Lipman

Meera Syal

Harriet Walter

John Bishop

Sinéad Cusack

Sophie Hunter

Robert Rinder

Meine Highlights

  • Bob Geldofs Brief an seine Nachbarn, die sich über seinen wilden Garten beschweren, von ihm selbst gelesen
  • Alles was Toby Jones gelesen hat (sein Winston Churchill war genial!)
  • Toby Jones und Harriet Walter lesen Briefe von Mark Chapman (der das letzte Autogramm Lennons, das er bekam, verkaufen möchte) und Yoko Ono (die einer Freilassung Chapmans widerspricht). Chapmans Brief war gruselig, Onos berührend-traurig.
  • Shappi Khorsandi liest Tina Feys Antworten auf Internet-Hasskomentare an sie gerichtet. Jemand fand, sie hätte „not a funny bone in her body“. Ihre Antwort: „You know who has a funny bone in her body? Your mother! Every night for a dollar!“ Ich habe mich schlapp gelacht.
  • John Bishop und die Memos eines Öl-Tycoons an seine Mitarbeiter. Was für ein Sklaventreiber! Aber es war sehr komisch: „Idle conversation and gossip among employees in this office will result in immediate termination. Don’t talk about other people and other things in this office.  DO YOUR JOB AND KEEP YOUR MOUTH SHUT!“
  • Hosseins Brief „Dear people of Europe“ hat mich zu Tränen gerührt.
brief hassan
(c) https://twitter.com/helprefugeesuk
  • Maureen Lipman liest den Brief einer 94jährigen, die ein Radio gewonnen hat
  • Jude Law und der Brief der „5 Unfälle in 2 Minnuten“. Ich habe soo gelacht!
  • Caitlin Morans Ratschläge an junge Mädchen und Frauen
  • Jude Law und Benedict Cumberbatch lesen von der Wirkung des Whiskeys
  • Cumberbatch liest Tom Hanks Brief mit seinem Wunsch entdeckt zu werden
  • Cumberbatch liest einen Brief von Marcel Proust, wo es um seine „masturbation habits“ geht
  • Cumberbatch & Brealey und ihre Liebesbriefe von Chris & Bessie
  • John Bishop darf ordentlich fluchen beim Brief von Hunter S. Thompson an Anthony Burgess
  • Louise Brealys Brief von Florence Nighthingale und deren Schilderungen eines Kriegslazaretts
  • Cumberbatch und der herzbrechende Brief von Robert F. Scott an seine Frau und baldige Witwe
  • Als ich am Rand vor dem Künstlerzugang war liefen die Vortragenden nah an mir vorbei und…ja…ich konnte ein Brise aufschnappen, die mir sagt, dass Jude Law und Benedict Cumberbatch sehr gut riechen…*hüstel*
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(c) Philipp Volkers http://www.instagram.com/p/BC46YFZlI1b/?taken-by=philipvolkers

Die Musik

Die Organisatoren haben ein Händchen für feine Musik, die perfekt zu diesen Abenden passt. Besonders Kelvin Jones und Nitin Sawhney haben mich begeistert.

Tom Odell

Kelvin Jones

Freddie Dickson

Natalie Clein

Emiliana Torrini

Nitin Sawhney

Kleine Kritik zum Schluss

Es ist mir leider unverständlich, wieso so viele Briefe doppelt und dreifach vorgetragen werden. Wer also mehr als eine Letters Live Veranstaltung besucht, darf mit Wiederholungen rechnen. Ich kannte einige Briefe bereits aus dem letzten Jahr und die wurden dieses Jahr wiederholt, dazu noch von einem Tag auf den nächsten. Manchen Brief habe ich also drei Mal vorgelesen bekommen. Da gibt es doch mehr Material, auf das man zurückgreifen kann.

 

9 Gedanken zu “Mein Letters Live triple pack

      1. Echt?! Und kauft man die dann vor Ort oder gibt es Möglichkeiten, sie schon in Deutschland zu bestellen/kaufen? Vielleicht sitze ich das nächste Mal dann nicht weit von Dir ? Aber ich glaube, ich würde in Schockstarre verfallen, so viele tolle Leute sehen zu dürfen.

  1. Ich scrolle herunter, um zu kommentieren und das erste was mir inhaltlich in den Kopf schießt ist eine Frage zu den masturbation habits von Proust. Warum? *lach*
    Und wie muss man sich einen Briefverkehr von S. Thompson und Burgess vorstellen?

    Das klingt alles wirklich toll, wie immer. Glaubst du, sie werden davon mal Mitschnitte machen?

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