Pioniere mit Passion: Fraktus im ZAKK Düsseldorf

Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jaques Palminger begleiten mich schon eine geraume Zeit. Die Bücher „Fleisch ist mein Gemüse“ und „Dorfpunks“ habe ich verschlungen und mir als Verfilmung angeschaut. Palmingers verschwurbelte Lyrics und Musik live angetan und die Studio Braun-Telefonstreiche liefen während meiner Uni-Zeit auf heavy rotation. Ich mag diese genial verschrobenen Typen einfach. Die Mockumentary „Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte“ habe ich mir natürlich im Kino angeschaut und war begeistert wie detailgenau und aufwändig dieses Projekt angegangen wurde. Und es geht weiter. Gestern konnte ich die Pioniere des Techno mit den Studio Braun alter egos Bernd Wand, Torsten Barge und Dickie Starshine live in Düsseldorf erleben. WAR DAS EIN FEZ!!

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Die einheitlichen roten Outfits und die aufgereihten Keyboards ließen ein wenig an die Nachmacher von Kraftwerk denken, die dann aber durch eine Show der Extraklasse in die Ecke gestellt wurden. Hits von gestern bis heute brachten die Meute zum tanzen. Ein Knaller. Ganz wichtig dabei: Barges Querflöte. Im Dauereinsatz. Oder auch das Theremin, das Instrument ohne anfassen. Der Klangtüftler Wand hatte natürlich etwas Selbstgeschraubtes am Start, womit er zu beeindrucken wusste. Zumal er nicht nur auf seiner Erfindung musizierte, sondern damit auch noch Laserlichtkegel ins Publikum warf. Er war es auch der die „Bomb of love“ über die Gäste ergoss. Ein gefühliger Typ halt. Unterbrochen wurde die Show von einer kleinen Werbepause, wo unter anderem die Bananensäge vorgestellt wurde. Allein die Bezeichnung „Dschungelwurst im eigenen Softpack“ lässt mein Worterfindungsliebhaberherz höher schlagen.

Smirkeys gab es am Merchandise-Stand auch  zu kaufen, aber entgegen des ersten Werbeclips wurden diese wohl in mühevoller Arbeit weiterentwickelt, sind sie doch mittlerweile in der Größe kleiner Bonbons erhältlich. Wunder der Technik!

 Ich war beinah versucht mir so eine Säge zu kaufen, oder die „Internet-Creme“.

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Fast zwei Stunden haben die drei „Bigstyler“ (Eigenbeschreibung laut www.fraktus.de) die Leute mit ihren treibenden Beats und tiefgründigen Texten auf höchstem Niveau verwöhnt und berauscht, inklusiver zweier Zugaben.

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Alle großen Hits waren da: „Welcome to the internet“, „Affe sucht Liebe“ (ASL), „Freunde sind Friends“ oder „Jag den Fuchs“.

Besondere Stücke wie das poetische Kleinod „Schuhe aus Glas“ wurden vom empathischen Publikum ebenfalls gut aufgenommen.

Nicht unter den Tisch fallen lassen sollte man auch die hervorragenden Tanzeinlagen aller Bandmitglieder, die einfach immer noch mit Passion bei der Sache sind.

Ein genialer Abend voller Höhepunkte. Scheiße, ich habe lange nicht mehr so viel gelacht.

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