Frankfurt: Ulay und Weihnachtsmarkt

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Die Schirn Kunsthalle zeigt gerade eine Werkschau des Performance Art Künstlers „Ulay“ (Uwe Laysiepen), der vor allem durch seine Kollaborationen mit Marina Abramovic bekannt wurde.

Die Ausstellung beginnt mit großformatigen Fotografien, die mir schon sehr gefallen.

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Die Technik dahinter kann ich jetzt nicht wiedergeben, aber dasist ja auch egal. Sie sprechen mich ästhetisch an. Ulay ist aber vornehmlich als Performance-Künstler bekannt, so muss man in der Ausstellung auf Videomaterial zurückgreifen. Eines zeigt wie er und Abramovic nackt in einem schmalen Türrahmen stehen und Leute sich zwischen ihnen hindurchzwängen. Ich frage mich, ob ich das auch gemacht hätte. Wie unangenehm. Wahrscheinlich aber schon. Diese Überwindung der Scham(grenzen) ist interessant. Fremde Nacktheit weckt Befindlichkeit. Natürlich kommt mir der Naturzustand des Menschen nicht mehr vor. Vor allem nicht an Orten, wo man Nacktheit und Körperlichkeit dieser Art nicht erwartet. Marina Abramovic ist präsent in der Schau, aber nicht dominant. Als Ulay und sie ihre Beziehung beendeten, liefen sie von entgegengesetzten Enden der Chinesischen Mauer aufeinander zu, umarmten sich und gingen von da an getrennte Wege. Was für eine schöne Idee. Sie sahen sich nicht wieder, bis zu dem denkwürdigen Moment von „The Artist ist present“, einem Kunstevent in New York, wo Abramovic an einem Tisch ihr Gegenüber für eine Minute anblickt. (Das muss man erstmal aushalten)

Großen Spaß hatte ich an dem Video zur „Spitzweg-Aktion“. 1976 stiehlt Ulay das Bild „Der arme Poet“ von Carl Spitzweg aus der Neuen Nationalgalerie in Berlin, läuft damit durch die winterliche Stadt und hängt es im Wohnzimmer einer türkischen Gastarbeiterfamilie wieder auf und informiert den Museumsdirektor, wo er das Bild finden kann. Nachfolgend wird er in den Medien als „Linksradikaler“ oder „Irrer“ gescholten. Ich fand das ziemlich ulkig und verwegen (auch wenn ich Sorge um das Kunstwerk hatte). Schon mehr Probleme hatte ich mit einer Performance, bei welcher er weiße Farbe von einem Spiegel kratzt. Diese Geräusche! Argh. Andernorts sieht man ihn die Stacheln eines Kaktusses pink anmalen, dann teilweise abknipsen, bevor er diesen umarmt, während im Hintergrund ein Gedicht rezitiert wird, dass davon handelt, dass die Autorin sich mit ihrer Rolle als Frau auseinandersetzt.

Eine Wand ist komplett mit Aphorismen zugehängt. Hat mir auch gut gefallen.

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Eine interessante Ausstellung, wenn auch eine Werksschau eines Performancekünstlers ohne eben diese auskommen muss und man das Gefühl hat, das irgendetwas, das Live-Moment, fehlt.

Frankfurdda Weihnachtsmarkt

Ich habe alles gegeben, war ein richtig braver Frankfurt-Kurz-Touri.

Ich habe nämlich Kartoffeln mit Grüner Soße (Gott, wat lecker!) gegessen.

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Ein Mispelchen getrunken (naja).

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Bin am Main langgelatscht und habe mir die prima Sicht auf „Mainhattan“ abgeholt.

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Habe das Goethehaus angeguckt.

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Und am Römer, beim Weihnachtsmarkt war ich auch noch.

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Da gab es interessanten Kram, unter andrem bunte Brezeln und Schneebälle (lecker, wieso gibt es die bei uns auf dem Weihnachtsmarkt nicht. Skandal!).

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Ein guter zweiter Advent!

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