Anschau-Tipp: Yuri!!! On Ice

Ich bin eigentlich kein Fan von Anime. Die einzige Serie dieser Art, die ich je gesehen habe, war Heidi. Das hat mir schon gefallen, aber mehr Berührungspunkte in diesem Feld gab es für mich bis dato nicht.

edit: Wie konnte ich nur Captain Future vergessen. Den habe ich als kleines Mädchen angeschmachtet. Uhuhhuuh…und die Titelmusik – nee, war dat schön!

Yuri!!! On Ice hat mich jedoch sehr schnell für sich gewonnen! Das ist einfach so liebevoll gemacht. Außerdem geht es um Eiskunstlauf, die einzige Sportart, die ich mir je freiwillig im Fernsehen angesehen habe.

yuri

Der 23jährige Yuri Katsuki aus Japan befindet sich in einem Karrieretief, als sich der Superstar der Eiskunstlauf-Szene aus Russland, Viktor Nikiforov, als sein Trainer andient. Viktor, 27, hat gerade zum 5. Mal in Folge die Weltmeisterschaften gewonnen und ist auf der Suche nach neuer Motivation in diesem Sport. Ein Video, das Yuri zeigt, wie er eine von Viktors Choreografien nachtanzt, überzeugt ihn, Yuri als seinen Zögling anzunehmen. Das missfällt Viktors Landsmann Yuri Plisetsky. Dem 15jährigen Wunderkind wurde von Viktor ebenfalls Unterstützung zugesagt. Nikiforov choreographiert für beide ein Programm, dass sich um Liebe handelt: einmal um die göttliche/ geistige (Agape), einmal um die körperliche (Eros). Der schüchterne Yuri bekommt entgegen seines Naturells „Eros“ zugeteilt, der ungestüme Teenager Yuri, zur besseren Unterscheidung zu seinem Leidwesen Yurio genannt, bekommt „Agape“. Das sind zwei wirklich schöne Melodien:

Mir gefällt das alles sehr gut. Yuris Weg zum Grand Prix Finale. Yurio, der zusehends ruhiger und softer wird (ohne seinen Kampfgeist zu verlieren). Die vielen anderen Sportler und ihre Geschichten, die ihnen in ihren Köpfen umherschwirren, während sie sich der Jury stellen. Und natürlich die Beziehung zwischen Yuri und Viktor – das ist ja zuckersüß!

yuri-viktor

Hier habe ich den Terminus „yaoi“ kennengelernt. Das bedeutet laut Wikipedia „ein Genre von Mangas, Animes und Fanfictions, das homosexuelle Beziehungen zwischen männlichen Protagonisten mit expliziten erotischen Darstellungen zum Thema hat.“ In „Yuri on ice“ ist das in keinster Weise explizit, es gibt nicht einmal einen Kuss zwischen ihnen, aber es ist dennoch alles sehr berührend.
Mir gefällt auch generell der Ton. Befinden sich die Eisläufer auch alle in Konkurrenz zueinander, ist der Grundtenor stets freundschaftlich und eher heiter.

Bis jetzt liefen zehn von zwölf Folgen und ich wäre einer zweiten Staffel nicht abgeneigt.

Go Yuri!!!

7 Gedanken zu “Anschau-Tipp: Yuri!!! On Ice

    1. Konnte ich bis vor kurzem auch nicht. Und so wirklich weiter eintauchen habe ich auch nicht vor. Das ist so ein kleiner Glücksgriff für ein paar nette Minuten in der Kuscheldecke mit einem heißen Kakao in den Händen

  1. Hey cool … ich wollte dich schon fragen, seit wann du Anime schaust als ich den Titel im Feedreader gelesen habe 😉 Aber die Frage erübrigt sich mit deiner Einleitung. 🙂 Trotzdem finde ich es sehr cool, dass du über Anime schreibst. Obwohl ich ja wetten würde, dass es da draußen noch viel mehr Anime gibt, die dir gefallen könnten. Vielleicht auch der: http://miss-booleana.de/2015/05/27/the-anime-diversity-kids-on-the-slope/
    Wie kommt es, dass du auf den Anime aufmerksam geworden bist? Ist ja nicht so selbstverständlich, wenn man nicht so drauf steht.

    Yuri on Ice steht tatsächlich schon auf meiner to-watch-Liste 😀 Möchte ich sehr gern sehen, jetzt noch mehr. Es gibt ausgesprochen viele Anime, die sich Sport widmen – es ist ein eigenes Genre und ich finde sie transportieren oft die Hingabe und das Wettkampfgefühl grandios. Erinnert mich an einen der Anime, der mich als Kind angefixt hat. Hikari – über rhythmische Sportgymnastik.
    Die etwas seichteren, nicht so expliziten Stoffe mit homosexuellen, männlichen Charakteren werden übrigens Shounen-Ai genannt. 🙂

  2. Hey,
    an sich ein netter Beitrag aber Yuri!!! on ICE ist vom Genre her ein Sportsanime =) Die Unterscheidung ist von daher wichtig, weil das Yaoi Genre die Beziehung 1) oft fetischisiert und b) in einem ungesunden, unausgeglichenen Verhältnis darstellt (was in Japan gesellschafts-historische Hintergründe hat…)

    YoI ist insofern anders, als dass es den Fokus eben auf den Sport legt und somit ein Sportanime ist. Die Beziehung zwischen Yuri und Victor nimmt in etwa so viel (oder etwas mehr) Raum ein wie heterosexuelle Romanzen in anderen Sportanimes.
    Außerdem was soll das heißen, kein Kuss? 😀 Folge 7! (was von der Autorin der Serie bestätigt wurde und selbst für alle die noch Zweifel hatten, spätestens ab Folge 10 sollten sie verflogen sein 🙂 )

    Was ich persönlich sehr mochte war die Musik, die Animation des Sports und die natürliche Entwicklung der Beziehungen zwischen allen Charakteren (Phichit is my son)

    Ich bin übrigens auch kein Anime Mensch für gewöhnlich, außer die Studio Ghibli Filme früher als Kind… Ich hab mich dann nach YoI doch noch an anderen Anime gewagt und falls du selber weiter schauen willst und dir eine gute, durchgeplante Storyline und interessante Charakterentwicklungen zusagen, kann ich Full Metal Alchemist: Brotherhood empfehlen. Ist auch auf Netflix 😀 (nicht zu verwechseln mit Full Metal Alchemist. Beide basieren auf dem selben Manga aber Brotherhood wurde entwickelt nachdem der Manga abgeschlossen war und hat deswegen eine andere Handlung die mir persönlich sehr zusagt)

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