Sherlock Staffel 4: Der zerstörerische Ostwind fegt durch

Ich habe mich nach der dritten Staffel gewundert. Das war nicht die Show, die ich zwei Staffeln heiß und innig geliebt habe. Nicht falsch verstehen, ich fand die dritte Staffel gut, sogar sehr gut. Aber sie war anders. Da war nicht mehr der messerscharfe Verstand und das „Spiel“ der Masterminds im Vordergrund, sondern Sherlock und Watson. Ihre Kämpfe, die sie mit sich selbst und ihrem Umfeld ausfechten müssen. Das Ganze wird dann jetzt in Staffel 4 auf die Spitze getrieben. Da werden die Gemüter der Seriencharaktere und auch die der Zuschauer ordentlich durch die Mangel genommen.

Was mir gefällt ist die Interaktion mit den Fans. Nicht nur, dass die Macher uns Folgen gespickt mit Hinweisen und Fallstricken geben, nein, auch in Sachen Promotion sind ein paar pfiffige Ideen dabei. So konnte man bei Google Maps 187 North Gower Street eingeben, die für die umtriebigere Baker Street herhält und konnte so einen Blick in die Wohnung von Sherlock Holmes erhaschen, bzw. sich dort genauer umschauen. Toll!

Am 10.01. gab es dann via Twitter den #SherlockLive-Event. Hier kaperte Sherlock den Account von BBCone und hat den Followern einen Fall zum entschlüsseln gegeben. Das war spaßig, zumal wir jetzt wissen, dass Sherlock mit Kermit badet (und währenddessen herumtweetet).c10anqfxgaiz3z4

Die dunkle Seite der digitalen Welt gibt es natürlich auch. Über-Fans, die sich online in ihren Meinungen batteln, die vehementen Johnlocker, die nur darauf warten, dass John und Sherlock ein Pärchen werden und den Weg dorthin als eine Verschwörung wahrnehmen (wie kann man das Ganze nur so ernst nehmen, es ist ne TV-Show, Mann!). Auch toll war der Moment, als die letzte Episode in der russischen Fassung auf einmal online auftauchte und es die Übereifrigen nicht noch einen Tag länger aushielten und daraufhin die ersten GIFs und Bilder auftauchten, sodass ich  mich komplett von Facebook, Twitter & Co fernhalten musste. So ein Scheiß, echt!! Fandoms…

Aber zurück zur eigentlich Show.

SPOILERWARNUNG!

The Six Thatchers

Die Spannung und Erwartungshaltung war groß und erneut wird man hin- und hergerissen. Erstmal sorgt Mycroft dafür, dass Sherlock für den Mord an Magnussen nicht belangt werden kann (die Geschichsneuschreibung erinnert ein wenig an Böhmermanns Varoufakis-Kunststück). Zu Beginn erzählt Sherlock die Geschichte des Kaufmanns in Baghdad, der dem Tod entkommen wollte, aber das Unausweichliche sich nicht aufhalten lässt (Ich liebe Cumberbatchs Erzählstimme soooooo sehr!). Während Sherlock af Moriartys nächsten Zug wartet ist er „on fire“ und löst verschiedene Fälle, ist ein ambitionierter Twitterer und dann kommt Baby Watson. Ein Mädchen names Rosamund Mary. Bei seiner Detektivarbeit stolpert Sherlock über Thatcherbüsten, die zerstört werden. Er vermutet eine Spur zu Moriartys Machenschaften dahinter. Stattdessen wird die Bedeutung der Abkürzung AGRA, die auf Marys Speicherstick, der ihre Vergangenheit John offenlegen sollte geklärt. Wir erfahren also eine Menge über Mary Watson. Als Auftragskillerin angeheuert führen Spuren über sie zurück zum MI 5/6. Zu guter Letzt opfert sich Mary für Sherlock und stirbt den Märtyrerinnen-Tod. Dies zerrüttet die Freundschaft zwischen Holmes und Watson. Und dann ist das noch Johns Bus-Bekanntschaft, mit der er heimlich textet. Und der Hinweis auf Sherrinford. So weit, so aufwühlend und so verwirrend!

The Lying Detective

BÄM! Die Folge haut einen um. John hat eine neue Therapeutin. Er halluziniert sich Mary zurück, psychologische Unterstützung ist also vonnöten. Sherlock mittlerweile hat zurück zu den Drogen gefunden und verfolgt den Fall von Culverton Smith, dessen Tochter eines Mores bezichtigt. An Einzelheiten erinnert sie sich allerdings nicht, da sie von ihrem Vater bei dessen Geständnis ebenfalls unter Drogen gesetzt wurde. Culverton Smith erinnert als Entrepreneur und Wohltäter  und letztendlich Serienkiller an Jimmy Savile. Über ihn und vor allem auch dank Mrs. Hudson (mit dem besten Auftritt für Una Stubbs in der gesamten Show) finden John und Sherlock wieder zueinander. Als Addict darf Cumberbatch schön vom Leder ziehen, das ist super (seine Rezitation von Henry V. ist grandios!). Es gibt eine paar coole Deductions (z.B. über die Wohnung von Culvertons Tochter Faith) und es ist verblüffend mit welchem Vorlauf Sherlock die Entlarvung Smiths und die Rettung John Watsons geplant hat. Und welche persönlichen Risiken er hierbei eingeht. Das hat mich alles emotional sehr mitgenommen. Und wie schon bei Staffel Drei bin ich immer noch einfach verwirrt. Worauf läuft das alles hier noch hinaus?

Und diese Folge gibt uns DIE Umarmung. Ich wusste, als ich die Szene sah, die würde in vielen, vielen Fanarts auftauchen und so kam es denn auch:

collage

Zum Schluss natürlich der Brecher: Johns Flirt, Sherlocks eingebildete (??) Culverton Smith Tochter und Johns neue Therapeutin sind ein und dieselbe Person und zwar Mycroft und Sherlocks Schwester Eurus. Sie ist der in vorigen Folgen ominös beschworene Ostwind (das ist, was ihr Name bedeutet). Ach du lieber Gott. Und dann richtet sie die Waffe auf John…

The Final Problem

Oh Boy. Ich muss es einfach vorweg nehmen: Beim anschauen der Folge entflohen meinem Mund wiederholt folgende Worte: I HATE THIS! I HATE EVERY SECOND OF THIS! Kinners, bin ich enttäuscht. Doch der Reihe nach. Sherlock und John entlocken Mycroft die Familiengeheimnisse um Eurus (Wirklich, allein die Anfangssequenz ist derart bescheuert!) und machen sich auf sie zu besuchen. Denn eigentlich ist sie weggesperrt in einer Festung auf einem Eiland namens Sherrinford. In einer Zelle, die Hannibal Lector neidisch werden lässt. Wie sie da herausgekommen ist und mit Sherlock ’ne Nacht durchgemacht hat? Krieg ich gerade nicht mehr zusammen, gehört vielleicht zu einem der vielen Storylöcher, die diese Folge zu bieten hat (Da fällt mir gerade ein: Wie entkam John Eurus eigentlich? Achja, Betäubungspistole…pffff. Und wieso ist sie danach zurück in die Zelle? Wie kam sie überhaupt hin und her?). Eurus schickt die drei Männer dann durch mehrere Rätselräume, wie sie als „Escape-Rooms“ gerade so en vogue sind. Da hat mich schon genervt. Dazu das Mädchen im Flugzeug, das anscheinend allein im Flieger ist, der auf den Abgrund zusteuert. Das war alles ein bisschen viel. Nur, damit sich herausstellt, dass Eurus ein so überbordend intelligentes Kind war, einen psychischen Knacks (ACH WAS?) hatte, das sie einsam war und ihrem größerem Bruder Sherlock den besten Freund Victor Trevor neidete. Und ihn in den Tod schickte. Oha. Sherlock hat über dieses Trauma seine Schwester verdrängt. Ich frage mich, wieso im Elternhaus das Mädchen kein Thema war, kein Foto zu finden war – nichts??! Das Mädchen im Flugzeug ist Eurus selbst und sie fleht um Rettung. Willkommen in der langen Nacht der Psychoanalyse! Ich hätte auf den ganzen Drittes-Geschwisterkind-Plot dankend verzichten können, das hat für mich hier alles vermurkst. Eurus demontiert auch noch Über-Schurke Moriarty. Weil Eurus so klug ist, hat Mycroft sie für seine Staatsgeschäfte genutzt. Als Gegenleistung gab es Geschenke. Unter anderem fünf Minuten mit James Moriarty. Unbewacht. Und in diesen Minuten wurde der Plot der vergangenen Staffeln gebastelt? Moriarty als Handlanger von Eurus? Moriarty ist hier nur noch ein Medien-Gimmick, das unsagbar nervt! Für mich macht das Ganze rückblickend, bzw. jetzt chronologisch gesehen überhaupt keinen Sinn! Am Ende hat sich der Sturm gelegt, Sherlock steht dem mental verwirrten Schwesterchen bei und musiziert mit ihr und zu Hause wartet John mit Töchterchen und außerdem ja Klienten. Back to normal. Eine Normalität, die so noch nie da war und von der ich nicht weiß, was ich von ihr halten soll. Versöhnlicher Kitsch zum guten Ende.

Was ich über das Staffel-Finale denke:

sherlock
(c) BBC

Vielleicht muss ich das alles erst einmal sacken lassen und dann der letzten Episode eine neue Chance geben. Die ersten beiden Folgen fand ich nämlich gut, besonders The Lying Detective. Für mich hat das Finale nicht, wie versprochen, die Fäden zusammengeführt. Für mich war das eine überambitionierte, zu clever sein wollende Abschiedsvorstellung. Jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Sollen nach dieser Staffel neue Folgen nachkommen? Ich kann mir das gar nicht so gut vorstellen, ehrlich gesagt…

Mein Review zu Staffel 3: Staffel 3 oder: Hahahaha, heul und häää?

13 Gedanken zu “Sherlock Staffel 4: Der zerstörerische Ostwind fegt durch

  1. Super geschrieben.
    Ich leide im Moment unter einen riesengroßen Katzenjammer und weiss gar nicht richtig, was ich denke oder fühle. Ausser vielleicht, dass sich in einen noch nicht zu Ende geschriebenen Werk dermassen emotional zu engagieren, keine so Gute Idee war. (Nein, ich bin kein Johnlocker, die Grunde liegen woanders, aber das ist eine andere Geschichte) Naja, da hatte Mycroft wohl recht: caring is not an advantage!

    Vielleicht liegt es daran, dass ich die Serien 1-3 in einem Zug gesehen habe, dank der ARD und ihren Marathon am Weihnachten 2014, daher hatte ich gar keine andere Wahl, als das gesehene zu akzeptieren. Jetzt haben sich durch die Pause Erwartungen aufgestaut und natürlich können sie nicht alle erfüllt werden. Ich hoffte jedoch, dass mich die Macher genauso in die Sprachlosigkeit überraschen wie mit TAB.

    Mich verfolgt ein Bild von einem Kreisel als Sinnbild für die Serie. S1-S3 haben (in meinen Augen) sehr gut die Balance gehalten, zwischen Komödie (die mich beim Ersten Mal an Monty Python denken ließ), Abenteuer und Drama.

    Bei S3 fing das Ganze ein wenig zu schwanken, aber mir gefiel es, weil ich eher an die Charakterentwicklung interessiert war, als an dem Krimi. S3 war auch voll davon, was mich an der Erzählweise beim Sherlock so gefesselt hat: die Methode, uns etwas wollen zu lassen und es uns NICHT zu geben – wie in der Szene auf dem Flugplatz, wo wir alle schon fast gesehen haben, wie sich die Jungs in die Arme fallen. Hah! Pustekuchen! Balance wieder hergestellt, durch einen Comic-Relief-Moment, der einen emotional aswringt wie einen Waschlappen.

    In S4 wackelt der Kreisel gewaltig. Ep1 ist dermassen mit WTF-Elementen gespickt, dass ich vor lauten Staunen den Plot vergaß, und gleich nochmal schauen musste. Es is zuviel von allem, als hätte jemand einen Kehrbesen genommen, um ein Bild zu malen. Es sieht nicht aus wie Shelrock, es fühlt sich auch nicht so an.

    Ep2 Schwankt in die andere Richtung, und gibt mir den Menschen Sherlock – und auch den Menschen John – die ich immer wollte, bzw. von den ich wusste, daß sie existieren, und ich muß feststellen, daß das Beinahe-aber-nicht-ganz-Bekommen viel besser und reizvoller war. Dabei wirken die Comedy-Einschlüsse, wie Mrs Hudson, fast wie Fremdkörper.

    Ep3 fängt slapstick-artig an, kippt dann in Richtung Psycho-Thriller, mache einen Bogen in die Mystery-Genre, um als Über-Drama mit Happy End zu Boden zu gehen. Dazu kriegen wir dieses abgedroschene Klischee von „love is all you need“ wie auf dem Teller serviert – da war mir Mycrofts Philosophie viel lieber, und weil sie auch irgenwie meine Art ist, die Dinge zu sehen, fühle ich mich fallengelassen. Aber das ist auch eine andere Geschichte.

    Das Gesamtbilt fügt sich teilweise zusammen, sogar diese blaue Tönung in Ep1 und Karl Powers. Andere Elemente bleiben aber ungelöst, und die Verbindung von Moriarty/Eurus ist sehr enttäuschend. Im Moment habe ich das Gefühl, Eurus ist mehr ein Ablenkungsmanöver, als eine Klamer, die die Ganze Serie zusammenhalten sollte. And viel scheint immer noch kein Sinn zu machen. Zu viel.

    S4 ist nicht schlecht, wir jammern, glaube ich, auf sehr hohen Niveau. Die Schauspieler sind grandiös. Die Produktion is fantastisch. Die Musik, alles ist erste Klasse. Und die Aktion ist fesselnd. Aber diese Sachen sind so selbstverständlich, dass wir über sie gar nicht mehr reden müssen, es sei den, sie fehlen. 🙂

    Ich kenne keine ähnliche Fandoms, also weiss ich nicht wie es woanders aussieht, aber die Art der Interaktion mit Fans war etwas völlig neues und ein Riesen-Abenteurer, weil ich schon immer ziemlich verrückt war nach dem Hintergrundwissen und Making-ofs. Dann gab es die gleichverrückte, mit den man jede Scene, und jedes Set-Detail auseinandernehmen konnte, ich wurde durch ACD-Eingeweihte auf die Anspielungen zum Canon aufmerksam gemacht und die Serie bekamm für mich mehr Nuancen, je mehr ich darüber wusste Es waren fantastische 3 Jahre, gekrönt durch 2 Sherlocked-Besuche, das Treffen von Mark, Steven, Sue und vor allem Arwel – mit einer sehr netten Beigabe von BC persönlich 😉 So etwas habe ich in meinen beinahe 50 Jahren noch nie erlebt.

    Und jetzt? Es wird sichtbar, was die Macher von Vorne vorhatten – zu zeigen, wie Sherlock und John zu Sherlock Holmes and Dr. Watson wurden. Zu der Legende, die die ganze Welt kennt. Und da liegt, glaube ich mein Problem – an dieser Legende war ich, und bin immer noch nicht wirklich interessiert. Ich finde Doyle (und Krimigeschichten generel) langweilig.

    Also egal, ob es noch mehr Sherlock geben wird, es ist für mich wirklich ein Ende einer Era.

    PS: sorry für die Länge. Ich finde es manchmal sehr angenehm, nicht nur in Englisch schreiben zu müssen. 😉

    1. Danke für deinen Kommentar. Ich frage mich, was die Macher, nachdem sie nun gezeigt haben (wie du beschreibst), wie Sherlock und John zu den Männern wurden, die sie sind, noch kommen soll. Zwei Männer, ein Baby und Kriminalfälle, die denen aus Staffel 1 und 2 niemals nicht das Wasser reichen können. Und was soll da an weiterer Charakterzeichnung noch passieren? Die Tür haben sie sich ziemlich zugeschlagen.

    2. Kann ich Kommentare nicht mehr editieren?
      Habe noch etwas vergessen: Bisher hat Sherlock ziemlich geschickt an der Grenze balanciert, von dem was wir als realistisch annehmen können. Nicht ganz unsere Welt, aber wenn man die wenigen Prämissen akzeptierte, ging’s eigentlich. Und jetzt fliegt alles buchstäblich in die Luft, die Jungs überleben einen Fall vom ersten Stock, und wir finden uns plötzlich in einer Mischung aus Märchen und James Bond.

      1. Ich glaube, WordPress lässt das Editieren von Kommentaren nicht zu…
        Ich habe auf Tumblr einen Fragenkatalog gefunden, den ich größtenteils teile:
        – Why did they redeem Mary’s character?
        – How on earth John Watson could forgive someone for shooting Sherlock Holmes?
        – Why was John’s Blog a .jpg picture?
        – Why is the blog no longer active?
        – What’s the deal with the skull painting?
        – Why did John stayed with Mary if he didn’t love her?
        – What was the point of DI Hopkins?
        – Why was John&Mary’s flat mirrored?
        – Why did Mary take a bullet for Sherlock defying the laws of physics?
        – Why did John do nothing to save his wife?
        – What was written in John’s letter to Sherlock?
        – Why did I have to witness John beating Sherlock up in the morgue?
        – Why did they build up the whole “you need romantic entaglement” thing and then…do nothing about it?
        – How did Eurus end up back in Sherrinford?
        – What was the final problem?
        – Why did they treat Molly’s character like shit?
        – How could they save John from the well using a rope when he was chained at the ankles?
        – How could John and Sherlock jumping off the fucking window and not being injured in the least?
        – How could 221b explode but the furniture remained intact?
        – Why does Mary keep sending freaking dvds from the dead?
        – What is with the Lady Smallwood name change?
        – What was the point of being Irene back via text?
        – Why did Sherlock have a mental breakdown with water effects in TST from future problems?
        – How did Eurus get out and even find John?

    1. Dann hast du S1-2 als eine Einheit gesehen, und hast bereits mit S3 Probleme. Es scheint ein Muster zu sein, wie auch daß die Doyle Fans an dem all zu menschlichen Sherlock keine große Freude finden. 🙂

      – What’s the deal with the skull painting?
      Ja. Was zum Henker ist damit los? Wie auch der Raum in dem Sherlock mit Ella spricht. Es ist Absicht, aber es macht keinen Sinn. Es hat mich die ganze erste Folge glauben lassen, daß ich einen Traum sehe. Ich werde den lieben Arwel darüber ausfragen, wenn ich mich wieder emotional gefangen habe. Falls ich mich gefangen habe… 😦

      – Why did John stayed with Mary if he didn’t love her?
      Ich glaube er hat sie geliebt. Nur daß er auch ein Weiberheld war und einen Kick brauchte, was wir durch die ganze Serie gesehen haben aber nicht so richtig wahrhaben wollten. Beides passiert im RL oft genug.

      – Why was John&Mary’s flat mirrored?
      Ich glaube es ist gemeint: wieso spiegelt deren Wohnung 221B? Sehe Punkt über den Blue Skull. So viel Aufwand für nichts.

      – Why did Mary take a bullet for Sherlock defying the laws of physics?
      – Why did John do nothing to save his wife?
      Private Theorie: Mary, als eine Trainierte Kämpferin, wußte aufgrund der Körpersprache von Mrs Norbury, daß sie schießen wird, und zwar befor der Schuß fiel. Das gab ihr den zeitlichen Vorsprung gegenüber Sherlock, der sich von seiner Deduktion mitreißen lies. Und John war von Vorne klar, daß die Wunde tödlich war. Schade nur, daß man solche Theorien braucht um die Szene zu erklären. Ob das die Schuld des Skripts oder der Regie ist, dazu müsste ich den Skript sehen. 🙂

      – What was written in John’s letter to Sherlock?
      Eigentlich wissen wir es. Molly hat es gesagt. Was wiederum macht das Papier überflüssig.

      – Why did I have to witness John beating Sherlock up in the morgue?
      Weil John Probleme mit Aggression hat. Aber er hat auch eine eiserne Selbstkontrolle, so konnte er es bisher im Zaum halten. Wir haben es durchblitzen sehen, viele Male. In der Szene bricht die Kontrolle und alle angestaute Wut entlädt sich an Scherlock, der auch noch denkt, er verdiene es. Für mich war diese Szene ganz logisch und bewegte sich innerhalb der bisherigen Charakterisierung beider Figuren.

      – How could they save John from the well using a rope when he was chained at the ankles?
      Vielleicht ist jeman an dem Seil runtergekommen und hat ihn befreit. Es stört mich aber, daß wir hier ein „vielleicht“ brauchen.

      – How could John and Sherlock jumping off the fucking window and not being injured in the least?
      – How could 221b explode but the furniture remained intact?
      Vor allem wieso wollte Eurus riskieren, daß sie alle tötet. Sie hätte dann nichts zum Spielen. Und überaupt was wollte sie eigentlich? Was ist ihre Rolle in der ganzen Geschichte, was die Verbindung zum Moriarty? War die ganze Aktion ein Hilfeschrei eines kleinen Mädchens, das nur einen Freund wollte? A‘ bissle dick aufgetragen, meine Herren.

      – Why did Sherlock have a mental breakdown with water effects in TST from future problems?
      Es waren keine zukuftigen Probleme. Er hatte immer „Problem“ mit dem Wasser, schon bei Karl Powers. Die unterdruckten Erinerrungen haben sich durch seine Obsession mit seinem ersten Fall gezeigt.
      Wieder eine Sache, die verhältnissmässig Sinn macht.

      Den Rest der Fragen kann ich nicht beantworten – ich lasse sie mal stehen. Als Vorwürfe.

      1. Konnte endlich den Kern des Problems finden, mit ein wenig Hilfe.

        Uns wurden 2 sehr komplexe Charaktere presentiert, für mich waren sie 3-dimensional und psychologisch glaubwürdig. Es gab Anspielungen, dass unter der Geschinte, es eine ander Eben sieht, die Vorgeschichte, das allem, ein tieferen Sinn geben wird. Das Geheimnis, das Sherlock und Mycroft umgibt sollte gelüfted werden.

        Und jetzt bekommen wir eine Story, die and Dr.Who erinnert. Sie ist so unglaubwürdig, auch in der Welt der Serie, dass sie nicht nur das Ende ruiniert, sondern auch die Ganze Vergangenheit. Es löscht beinahe die Charaktere aus, und unsere emotionale Verbindung.
        Ich habe es immer noch nich wieder geschaut, aber von dem, woran ich mich erinnere, habe ich das Gefühl, TFP könnte als ein stand-alone Film ganz gut funktionieren. Aber wenn die Erklärung auf übernatürlichen Kräften basieren soll, dann hätte das in-Universum des Shows es zulassen müssen. Tat es aber nicht. Da hätte genauso gut die Tardis in der Baker Street landen können.

  2. Ok, Ja, Staffel 1 und 2 waren die beste. Staffel 3 war nicht so gut. Aber ganz ehrlich, wie geil war denn Folge 3 der 4 Staffel? Ich habe Mary nie gemocht, sie war für mich immer nur störend. Ich war so froh, als sie endlich starb. Hat sich ja 4 Folgen größten teils um sie gedreht, auch ein Grund warum Staffel 3 so schlecht war. die 2 Folge von Staffel 4 fand ich auch nicht so gut, am liebsten habe ich John und Sherlock gegen den Rest der Welt. Dann noch hier ein bisschen Mycroft, und alles ist perfekt. Deswegen ganz ehrlich: Folge 3 war einfach mit Abstand die beste der 3 und 4 Staffel. Allein die Anfangssequenz fand ich richtig gut. Typisch Sherlock. Und nachdem man über die Folge nachdenkt, wird sie sogar noch besser. Sie gibt einem noch richtig was zu denken auf. Und Sherlock wird mehr von seiner emotionalen Seite gezeigt, da es letzendlich auch die einzige ist, in der er seinen Geschwisten (anders als interlektuell) überlegen ist, Und dieses Spiel im Gefängnis, und die ganzen Anspielungen darauf in den Staffeln davor war einfach nur Geil! Also sind wir mal ehrlich und denken logisch darüber nach, so kann man nur auf den Schluss kommen, das die Folge 3 der Staffel 4 die beste Folge seit Mary ist. Es ist auch die erste ohne sie, sie ist der Grund, warum Sherlock schlechter wurde.

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