Welke & Wischmeyer: Im Herzen jung (auf der Bühne langweilig)

(c) Guido Engels
(c) Guido Engels

Die heute-Show ist mitunter ganz gute Unterhaltung, wenn sie in puncto Satire auch nicht mal annähernd an die Klasse der Anstalt herankommt. Dafür ist sie oft einfach zu klamaukig. Ich mag aber beispielsweise Dietmar Wischmeyers „Logbuch der Bekloppten & Bescheuerten“, das oft derb vom Leder zieht, aber sehr genau Themen und Menschen abwatscht. Wir waren dann auch mehr gespannt auf ihn als auf Welke. Letztendlich wurden wir enttäuscht. In ihren leuchtend roten Anzügen als Die Amigos-Tribut-Band „Die zwei Flamingos“ hatten die beiden diesen spöttischen Ansatz bald vergessen und es folgte eine lose Abfolge mehr oder weniger gelungener Gags aus verschiedenen Sparten. Das funktionierte im politischen Bereich gut, in anderen Bereichen weniger. Minutenlanges Alters-Bashing ist einfach nur bedingt komisch. Erst recht, wenn man sich vor Augen hält, dass die beiden Herren auf der Bühne quasi das eigene Nest beschmutzen. Die Omma-an-der-Kasse-Witze liefen Gefahr Mario-Barth-Niveau zu erreichen. Was mich außerdem nervte war, dass es ständig Worte hagelte, die sich reimten auf Rotze, Uschi, Getöse, Nicken, Tröten…etc. Wirklich: Weniger Vulgarität und Zoten hätten dem Ganzen gut getan.

Die große Bühne wird von Welke und Wischmeyer nur zwei Mal für eine kleine Showeinlage a l a „Die zwei Flamingos“ genutzt, sonst stehen beide hinter ihren Pulten. Einmal hat Wischmeyer als meckernder Opa eine Solonummer (auf die hätte ich verzichten können). Oliver Welke ist in seinem Vortrag viel freier als Dietmar Wischmeyer, der sich mitunter krampfhaft an seinen Zetteln festhält und abliest. Der Spannungsbogen (welcher Spannungsbogen?) hat uns nicht überzeugt, das stupide Herumgesitze der beiden Satiriker ebensowenig und die platten „Hau-drauf-Gags“ auch nicht.

Schade.

2 Gedanken zu “Welke & Wischmeyer: Im Herzen jung (auf der Bühne langweilig)

  1. Wischmeyer hat der Welt Kurt Adolf Amadeus Krampmeier geschenkt. Und wenn der blöde Hund für den Rest seines Lebens Hot-Button-Quizspiele auf Sport1 moderieren, nebenbei den Holocaust leugnen und auf seine alten Tage eventuell doch noch zu Gott, gar Allah finden sollte, er wird ewiglich ein Held sein für mich.

    GERTRUD, REIẞ DEN STAUDAMM AUF! HIER SPRICHT DIE SAHARA!

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