Gesehen: Passengers

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[Spoiler-Warnung vorab!]

Stell dir vor: Du bist allein auf einer einsamen Insel…Halt nein, hier geht es um Science Fiction. Stell dir vor: Du bist allein im Weltall…. So geht es Jim Preston (Chris Pratt), der an Bord des Schiffs Avalon auf dem Weg von der Erde zu einer neuen Kolonie ist. 120 Jahre soll die Reise dauern, die die Passagiere im Hyperschlaf zurücklegen. Preston erwacht allerdings schon nach 30 Jahren. Als einziger. Der Ingenieur lebt fast ein Jahr lang in völliger Isolation. Einzige Möglichkeit zur Interaktion bieten Roboter, hier besonders der Barkeeper-Androide Arthur (Michael Sheen). Jim verzweifelt zusehends an seiner Einsamkeit und nutzt seine technischen Kenntnisse dazu, einen weiteren Passagier aufzuwecken, getarnt als erneuten Systemfehler. Er wählt die Journalistin Aurora (Jennifer Lawrence). Aus der Not und auch aus einer gewissen Grundsympathie heraus werden beide ein Liebespärchen. Das bisschen Harmonie und die erarbeitete Normalität zerbricht durch die Erkenntnis, das Jim Aurora absichtlich geweckt und somit zu einem Leben der Isolation verdammt hat. Dazu kommt, dass es zunehmend zu Systemausfällen an Bord des Schiffes kommt, die sich dramatisch zuspitzen und die Zerstörung der Avalon zu Folge haben. Als weiterer Passagier wacht Crewmitglied Gus (Laurence Fishburne) auf, was Jim und Aurora schließlich Zugänge zu den bisher verwehrten Kommandoräumen gewährt. Gus ist durch Fehlfunktionen seiner Schlafkammer körperlich geschwächt und verstirbt. Jim und Aurora müssen allein versuchen die Avalon zu retten.

Ein interessanter Film, der mir gut gefallen hat. Wow, was für Effekte. Und eine gute Geschichte. Hier geht mal beides gut Hand in Hand und überlagert sich nicht gegenseitig. Natürlich gab es auch ein paar „Jaaaa, siiiicher…“-Momente. Wenn Jim mal eben den Feuersturm überlebt oder Aurora ihn im All wieder einfängt. Ja, logisch.

Zum Ende frage ich mich, wie ich mich entschieden hätte? Für ein Leben mit einem Menschen für den Rest meiner Tage? Für den gemeinsamen Freitod? Für die Trennung vom geliebten Menschen und für dessen Einsamkeit und Tod? Nicht gerade einfache Fragen! Ich stelle es mir aber schwer vor, nur noch zu zweit auf der Welt zu sein.

Ich muss sagen, mit diesem Film hat mich Regissuer Morten Tyldum mehr überzeugt als mit „The Imitation Game“.

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