So lala: LaLa Land

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Vierzehn Oscar-Nominierungen! Sieben Golden Globes! Das muss ein Knaller-Film sein, oder? Mitnichten. Machen wir’s kurz: Die Story von LaLa Land ist schnell erzählt: Sebastian (Ryan Gosling), ein Jazz-Musiker und Mia (Emma Stone), eine Schaupielerin treffen sich, verlieben sich und erleben ihre Auf und Abs. Das Ganze wird hier als Musical erzählt und ich bin von den Songs wenig angetan. Sind die öde. Und Ryan Gosling kann nicht singen. Und anscheinend hat er sich für diesen Film auch ’ne Auszeit vom Schauspielen genommen, denn er präsentiert nur einen Gesichtsausdruck. Ja, dafür sollte man ihn mit Preisen überhäufen. Äh, was? Der Titel des Films ist passend gewählt: Alles so ein bisschen lala hier. Die Träume und Hoffnungen es beruflich in der Stadt der Engel zu schaffen sind ja nicht uninteressant und auch die Choreographien und die Ausstattung (BUNT!!!) sind nicht schlecht, aber es ist dennoch alles ziemlich fad. Emma Stone fand ich gut (erinnert die eigentlich nur mich an Jodie Foster?), aber ansonsten hat mir der Film wenig mitgegeben. Ich dachte, er würde mich mehr packen, anstatt mir ziemlich glatten, belanglosen Eskapismus zu bieten.

PS Ich mag Jazz immer noch nicht.

 

5 Gedanken zu “So lala: LaLa Land

  1. Also ich dan den eher oh, là, là.
    Was mich aber viel mehr erstaunt (Geschmack ist schließlich nicht zu vergleichen), dass du La La Land „ziemlich glatten, belanglosen Eskapismus“ vorwirfst, aber andererseits die Story von Passengers gut fandest, während ich Passengers eine 08/15-Liebesgeschichte vorwerfe (Zusammenkommen->Geheimnis kommt heraus->Trennung->Vergebung, ohne sich mit dem Verrat auseinanderzusetzen) und La La Land als kompletten Gegenentwurf mit realistischen Ansätzen sehe. Echt verblüffend, wie stark die Meinungen immer wieder voneinander abweichen können, obwohl wir ja beide die gleichen Filme gesehen haben. Aber offensichtlich mit anderen Augen.

    1. Oh, Passengers kann natürlich durchaus auch als Eskapismus durchgehen. Und die Geschichte bei Passengers ist keineswegs „perfekt“ (dass die beiden sich entscheiden allein bis zum Ende ihrer Tage ihre eigene Welt auf einer Raumstation zu entfalten…nunja, aber 08/15 finde ich das nicht, eher philosophisch interessant). Die Geschichte von Lala-Land hätte mich vielleicht ohne ie Musiknummern mehr gepackt. Einerseits gibt es da die von dir genannten realistischen Ansätze, die durch die Musiknummern gebrochen werden. Kann man machen. Finden viele gerade deswegen auch beszimmt spannend und toll. Ich fand es unpassend. Bei Moulin Rouge zum Beispiel hat dieses Konzept sehr gut geklappt. Hier hat es mich einfach nicht berührt! Und wenn ein Film dich emotional nicht abholt, stehste immer außen vor.

      1. War jetzt eher auf das Wort „belanglos“ bezogen, denn Realitätsflucht ist zumindest das, was ich mir persönlich von einem FIlm erhoffe. Wenn ich nur davorsitze und mir dauernd gewahr bin, dass ich einen Film sehe, dann macht er schon irgendwas nicht richtig.

        Wie gesagt, finde ich diese unterschiedlichen Auffassungen wirklich interessant. Die philosophischen Ansätze von Passengers gefallen auch mir, aber der Film setzt sich nicht damit auseinander, sondern umgeht diese durch ein actionreiches Finale. Und dann ist er für mich nichts anderes, als die Erzählung einer kaputten Liebe, die nicht sein dürfte und die Frau zu einer hilflosen (ohne dich kann ich nicht) Marionette degradiert. Hat aber auch viel mit Ideologie zu tun, ob man dem was abgewinnen kann oder nicht, behaupte ich mal.

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