Gesehen: Die Schöne und das Biest

Es war im Jahre 1993 als der Sender VOX an den Start ging. Bevor das Programm startete lief allerdings in Dauerschleife ein Making of von Disneys „Die Schöne und das Biest“. Immer wenn man zappte, war dieser kleine Bericht on air. Das ist eine meiner prägendsten Erinnerungen an diesen Film. Ich mochte die Zeichentrickversion sehr. Vor allem den schönen Einstieg mit der Erzählung wie das Biest ein eben solches wurde. Ich mochte auch Belle. Die war sehr belesen und selbstbewusst. Das gefiel mir. Ebenso ihr verschrobener Vater. Die Musik fand ich auch schön. Nun das Ganze also als „Realfilm-Version“. Komische Bezeichnung. Stimmt ja auch nicht, mit der ganzen Tricktechnik da.

Emma Watson spielt die Belle als unabhängige, mutige junge Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hände nimmt.  Ihr Vater (sieht man VIEL zu selten: Kevin Kline) hatte sich auf den Weg gemacht, um seine Erfindungen zu verkaufen. Er kam vom Wege ab und geriet in ein verwunschenes Schloss, bewohnt von einem Biest (Dan Stevens) und seinen verzauberten Angestellten. Belle eilt ihrem Vater zu Hilfe und nimmt seinen Platz als Gefangene ein. Nach und nach kommen Belle und das Biest sich näher. Belles Vater  will aber natürlich seine Tochter befreien und alamiert die Dorfbewohner über die Existenz des Biestes. Gaston, der Dorfmacho, der ein Auge auf Belle geworfen hat, will sie befreien. Mit der aufgestachelten Meute macht er sich auf, das Biest zu töten. Was erzähle ich hier eigentlich alles, so ziemlich jeder dürfte diese Geschichte kennen. Das Biest ist natürlich ein verwunschener Prinz und am Ende ist alles gut.

Im Vergleich zur Zeichentrickvariante fiel diese Version für mich etwas ab. Hier fehlte mir einfach der Charme. Der gezeichnete Lumière war viel witziger (und zudem vom superben Joachim Kemmer gesprochen!) als Ewan McGreogor und auch die Beziehung Biest und Belle hatte mehr Esprit. Bill Condons Film fährt an Pomp auf, was nur so geht, aber für mich hat da etwas gefehlt. Chemie, Herz. Gut gefallen hat mir Luke Evans als Gaston. Sein Kompagnon LeFou (Josh Gad) dagegen weniger. Vorab war zu lesen, dass dieser Charakter wohl homosexuell sein soll (das ist anscheinend eine Nachricht wert?), ich habe anscheinend nicht richtig hingeschaut, denn ich habe das nicht gesehen. Egal, Karl.  Welcher Charakter mich aber wirklich halb in den Wahnsinn getrieben hat, so sehr hat sie genervt, war Audra MacDonald als…nunja…Garderobe. ich habe mir nur gewünscht, sie möge endlich stille sein.

Mit Emma Watson, Ewan McGregor, ian McKellen, Stanley Tucci, Dan Stevens oder Emma Thompson ist der Film exzellent besetzt und viel falsch machen kann man eigentlich nicht. Es war ja auch ganz nett, aber der Film von 1991 liegt in meiner Gunst weit vorne.

Übrigens: Stolze 16,40€ hat der Spaß gekostet. Da kommste ja in London billiger ins Kino, ey!

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