Reisebericht Malta Teil 3: Hypogeum und Tempel von Tarxien

Schon der dritte Teil des Reiseberichtes und noch immer keine Meerbilder? Yup. Aber die kommen schon noch. Erstmal geht es um alten Gammel. Wir waren nämlich in Ħal-Saflieni im Hypogäum.

Hypo…was? Ein Hypogäum ist ein mit einem Gewölbe versehener, unterirdischer Grabbau. Aha. Das auf Malta stammt aus der Jungsteinzeit, ist also ziemlich alt (ca. 3.800 vor Chr.) und es ist inzwischen Weltkulturerbe. Da Licht und Kohlendioxid der Anlage zusetzen werden immer nur kleine Gruppen (ca.10 Leute) durchgeschleust. Das bedeutet das ein Besuch der Grabanlage schnell ausgebucht ist.

Wir hatten den Besuch vorab gebucht und nur noch einen Termin für 9:00 Uhr morgens bekommen. Also für die erste Tour des Tages. Weil wir uns nicht auf die Busse (mit Umsteigerei) verlassen wollten, haben wir ein Taxi bestellt. Der nette Fahrer fährt uns auch zügig hin, alles ist gut, bis ich feststelle, dass ich meine Kamera in seinem Wagen vergessen habe. Aaargh! Im Hotel angerufen, die mich mit der Taxizentrale verbanden, die den Fahrer dann kontaktierten. Ein Stress. Der gute Mann ist aber kehrtwendend zu uns zurückgefahren. Ich war schon sehr erleichtert meinen Kram wieder zu haben. Uff.

Das Hypogäum war wirklich interessant. Die vielen Kammern in dieser ganz eigenen Welt unter der Erde waren spannend. Und auch nach Tausenden Jahren immer noch Wandmalereien zu erkennen ist faszinierend.

(c) viewingmalta.com

Es wurden ca. 7.000 Skelette in den Höhlen gefunden. Morbide, aber spannend. Es wird vermutet, dass die Anlage nicht nur eine Grabstätte war, sondern dass hier auch rituelle Handlungen abgehalten wurden. Es gibt einen Raum, von welchem aus die Stimme (eine tiefe Männerstimme) durch das Hypogäum dringt. Ob das beabsichtigt war oder nicht, ist nicht mehr zu bestimmen. Klingt aber sehr beeindruckend.

Die Tour dauert etwa eine Stunde. Es wird uns anschließend nahegelegt auch die Tempel von Tarxien zu besichtigen, nur ca. 10 Gehminuten entfernt. Haben wir gemacht. Wieder durch viele geschmückte STraßen.

 

Fand ich jetzt aber ehrlich gesagt nur mäßig aufregend. Es wird vermutet, dass diese Tempelruinen mit dem Hypogäum in Zusammenhang stehen, aber nichts Genaues weiß man nicht.

Von hier aus sind wir dann mit Bussen zurück zum Hotel. Das war eine ziemliche Ochsentour, der Busbahnhof in Valletta war chaotisch und wir haben einige Zeit auf den Bus Richtung St. Paul’s Bay warten müssen (gut, dass wir morgens mit dem Taxi gefahren sind)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s