Letters Live in der Union Chapel

Das war doch jetzt tatsächlich das siebte Mal, das ich mir einen Letters Live Abend in London gegönnt habe. War ich nach den letzten Malen etwas enttäuscht, da sich die Briefe arg wiederholt haben, wurde ich diesmal sehr verwöhnt.

Union Chapel

In der Union Chapel traf sich ein illustres Grüppchen an begnadeten Leserinnen und Lesern, so dass ich mich sehr, sehr gefreut habe. Schön ist ja, dass man vorher nie weiß, wer denn aufschlagen wird. Als wir draußen vor der Tür standen und warteten, sahen wir Matt Berry oder Olivia Colman ankommen. Schon mal vielversprechend. Dann sahen wir Benedict Cumberbatchs Frau und dachten uns „Oha, ist er wohl auch da?“. Yup, war er. Mein absolutes Überhighlight war aber der Musikgast des Abends: Nick Cave. Ich bin fast aus meiner Kirchenbank gehüpft. Wie toll!

Er spielte zwei Songs (schwärm!! Ich liebe den, echt) und las seinen Brief zur Ablehnung eines Musikpreises vor. Einer der wenigen Briefe, die ich schon kannte. Weitere tolle Überraschung war Jarvis Cocker. Den finde ich ja auch so lässig, toller Typ.

Mich absolut begeistert haben aber die beiden Frauen Olivia Colman und Sharon Horgan. Allein der Brief (gelesen von Colman) von der Ehefrau eines zukünftigen Earls und ihren völlig überzogenen Forderungen haben mich Tränen lachen lassen. Wie Colman jede Forderung die mit „Also I need…“ begann kokettisch zum besten gab – herrlich. Horgan las einen Brief an Procter & Gamble zu ihrem Produkt „always ultra“, die ihren Kundinnen eine „happy period“ wünschen. Dafür hasse sie Procter & Gamble. Always. Saukomisch.

Matt Berry las zweimal. Jeweils Briefe in Länge von nicht mehr als 2 Sätzen.

Jeremy Corbyn bewies Humor und las auch wirklich gut.

John Bishop hat eine feste, laute Stimme und einen Akzent, der mich schnell verzweifeln lässt. Ich konnte ihn nicht immer verstehen.

Es lasen außerdem Meera Syal, Niamh Mcgrady, Julian Clary und natürlich Benedict Cumberbatch. Ich hasse es, wenn er mit amerikanischem Akzent liest, aber sein Brief von Benjamin Franklin über…nunja…Fürze…war lustig.

Übrigens: Anwesend (zumindest in der ersten Häfte) war ihre Royal Highness Camilla Parker-Bowles. Ja, öhm. Super.

Und Cumberbatch hat mir (war der Brief etwa nicht an mich gerichtet?) einen Heiratsantrag gemacht, der olle Bigamist, der:

Das war ein spitzenmäßiger Abend und ich war sehr traurig über meine Geizigkeit im Vorfeld, das ich mir nur ein Ticket für einen Abend geholt hatte und nicht für alle drei. Hrmpf!

Ich freue mich schon aufs nächste Mal.

 

3 Gedanken zu “Letters Live in der Union Chapel

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